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Ganz schön stressig

Alle leiden unter Stress! Zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, zu viele Kilos auf den Hüften zu wenig Geld im Portemonnaie. HIPPO sagt: Das muss nicht sein – schmeißen Sie den Stress doch einfach aus dem Laden und gehen Sie gelassen mit den täglichen Herausforderungen um. Wie Sie dem Stress ins Gesicht lachen und sogar von seinem prickelnden Hormon-Cocktail profitieren können, wir verraten es Ihnen!

© David Bruyland_Pixabay

Der Power-Cocktail
Stress: Die Alarmglocken läuten. Der Körper läuft zur Hochform auf und produziert einen Cocktail an Powerhormonen, der jeden Fitnessdrink ganz klar vom Siegespodest schubst: Zunächst schießt das Adrenalin durch den Körper, etwas später dann mischt sich Cortisol hinzu. Gemeinsam mit einem guten Schuss an Endorphinen gibt das eine geradezu explosive Mischung!
 
 

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So funktioniert Stress

Stress ist eine Reaktion des Körpers auf verschiedene Belastungen. Diese „Stressoren“ können von außen oder innen kommen.
Sie können physischer oder psychischer Natur sein. In einer stressigen Situation werden Stresshormone ausgeschüttet. Das ist wissenschaftlich vielfach nachgewiesen. Diese Stoffe versetzen den Menschen in die Lage, eine körperliche und mentale Antwort auf Belastungen zu finden – den Stress also auszuhalten. Stress ist im Grunde lebensnotwendig, das unterstreicht ein Blick in die Evolution: Seinerzeit war es absolut überlebenswichtig, dass unser Körper bei Gefahr mobil machte, sich auf Kampf oder Flucht vorbereitete und manchmal gilt dies noch heute! Dabei steigen Puls und Blutdruck an, die Muskeln sind angespannt, die Atmung wird beschleunigt, alle Sinne sind aufs Äußerte geschärft und durch eine „körperliche Notfallspritze“ an Energie sind wir in der Lage, blitzschnell zu reagieren. So gesehen ist Stress eine durchaus sinnvolle und äußerst hilfreiche Reaktion.
 
Positiver Eustress
„Stress ist nicht prinzipiell negativ! Stress kann auch beflügeln und zu höherer Leistung anspornen“, sagt auch Stefan Vetter: „Oft begeben wir uns freiwillig in Stress, um einen gewissen Kick zu erhalten oder um lästige Dinge rascher erledigen zu können. Nach positivem Stress empfinden wir oftmals ein tiefes Gefühl von Glück oder Befriedigung. Negativ wird Stress erst dann, wenn der Druck über einen längeren Zeitraum anhält und wenn das körperliche sowie seelische Befinden deutlich darunter leidet“, erläutert der Experte.
 
Yes we can – Euphoria!
Ob Sie unter Stress leiden oder ihn als leistungsstarken Turbo nutzen, ist ganz klar eine Frage der Einstellung. Studien jedenfalls zeigen, dass das Denk- und Erinnerungsvermögen zunimmt, das Schmerzempfinden sinkt. Der Bereich des Lern- und Erinnerungsvermögens wird aktiviert. Bewiesen ist: Schüler und Studenten erzielen unter dem Einfluss von zeitweiligen Stresssoren deutlich bessere Unterrichtsergebnisse als ihre komplett relaxte Kumpanen. Eustress wird also als euphorisierender Kick empfunden. Die Sinne sind geschärft und die Anforderung wird intensiv und konzentriert wahrgenommen und zielgerichtet voller Power bewältigt.
 
Oh nein – lähmender Distress
Anders beim Distress: In diesem Fall ist der Betroffene komplett überfordert von zu vielen Eindrücken und Aufgaben. Auch solch eine Belastung ist noch auszuhalten, wenn sie nicht permanent auf den Betroffenen einwirkt. Kann der Spiegel an Stresshormonen allerdings nicht abgebaut werden und der Körper sich von der Turbo-Brause erholen, wird es gesundheitsrelevant. Denn eine Dauerdusche an hormonellen Boostern setzt dem
Organismus zu. Mögliche Folgen: Bluthochdruck, Schlafstörungen, Herzerkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem, Konzentrations- und Gedächtnisschwächen. Zudem kann die Dauerbefeuerung mit Cortisol negative Auswirkungen auf die Psyche haben und tiefe Erschöpfungszustände sowie depressive Verstimmungen auf den Plan rufen. Burnout!
 


 Deutschland im Dauerstress

Jeder Zweite glaubt, von Burnout bedroht zu sein. Sechs von zehn Befragten klagen zumindest gelegentlich über typische Burnout-Symptome wie anhaltende Erschöpfung, innere Anspannung und Rückenschmerzen. Dies sind Ergebnisse einer Umfrage der pronova BKK. Fast neun von zehn Deutschen sind von ihrer Arbeit gestresst. Und das teilweise so stark, dass bereits Warnzeichen für ein Burnout auftreten. Hauptgrund für das Gefühl der völligen psychischen und körperlichen Erschöpfung ist ständiger Termindruck, gefolgt von emotionalem Stress durch Kunden oder Patienten, Überstunden und schlechtem Arbeitsklima. Vielen Berufstätigen fällt es außerdem schwer, auf die Signale ihres Körpers zu hören. 35 Prozent der Deutschen gehen mit psychischen Beschwerden wie emotionaler Belastung oder Depression trotzdem zur Arbeit. Auch die ständige Erreichbarkeit versetzt jeden Vierten in Hektik – allerdings ist ein Trend erkenn­-
bar, dass die Menschen zunehmend lernen, besser mit Smartphone und Co umzugehen.
www.pronovabkk.de

Die Pronova BKK gehört zu den größten Krankenkassen in Deutschland.
 
Überdurchschnittlich häufig von Stress betroffen sind Sozial- und Gesundheitsberufe wie Erzieher, Pflegepersonal und Jobs im Handel, also Verkäufer...


 Statussymbol Stress

Wer wichtig ist – oder sich dafür hält –, hat Stress. Denn man ist gefragt, hat viel (zu viel) zu tun: Man muss noch eben seine Mails checken, an eines der zwei klingelnden Handys gehen, und – immer auf dem Sprung – kurz eben dieses tun oder jedes. Man ist eben ein Tausendsassa. Ein gestresster. 
 
Stresskiller für Ihre Kunden
Sie kennen ihn – den gestressten Kunden. Er hetzt in den Laden, ist auf dem Sprung: den Autoschlüssel in der Hand, das Handy am Ohr, Sorgenfalten auf der Stirn. Um diesen Kunden nicht weiter zu stressen, signalisieren Sie ihm, dass Sie seine (gestresste) Lage erkannt und akzeptiert haben, und setzen Sie auf einen kurzen und knackigen Verkauf. Dazu zählt: Fragen Sie präzise, präsentieren Sie eine reduzierte und damit sehr übersichtliche Auswahl an gewünschten Produkten, deren Vorzüge Sie mit wenigen Kerninformationen erläutern. Beantworten Sie die Kundenfragen so kurz wie möglich.
 
Nervennahrung
Snacken Sie den Stress einfach weg: mit Haferflocken, Bananen, Nüssen und dunkler Schoki. Wer‘s genauer wissen will: Die große Gruppe der B-Vitamine ist ein absolutes Must-have für starke Nerven. Auch die Versorgung mit Vitamin C und Vitamin E ist enorm wichtig, um sich gegen Stress zu wappnen. Bei den Mineralstoffen brauchen Sie
vor allem Magnesium, Calcium und Kalium, um einen soliden Stresswall aufzubauen.
 
Entstresst erschlankt

Der Abbau vom Stresshormon Nummer eins ist nicht nur gesund, sondern macht obendrein noch schlank. Nicht nur, wenn Sie auf süß-fettige Entstresser verzichten.

Ist der Körper nämlich nicht mehr in Alarmbereitschaft und der Cortisolspiegel auf Normalniveau, besteht kein Grund, Glucose und Fettsäuren freizusetzen – die man für kräftezehrende Kämpfe mit wilden Löwen oder nervigen Kunden benötigen würde.



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Mach dich mal locker-Strategien — das hilft gegen Stress!

 

Antistress-Sport

Trainieren gegen den Stress – das klappt prima. Denn bewegungsintensiver Sport entspricht genau den Ur-Instinkten von heißen Fights und rasanter Flucht. Aber Achtung: Nach etwa 45 Minuten sportlicher Anstrengung beginnt der Cortisolspiegel zu steigen und das System wird gestresst. Also: Wer entstressen will, macht Sport in Maßen und nimmt sich immer auch genügend Zeit, in Ruhe zu regenerieren. Dann hat der Körper die Möglichkeit, das Hormon wieder abzubauen.
 
OMMMM
Ganz entspannt im Hier und Jetzt: Geht nicht? Zu viel Stress? Doch, das geht. Mit gezielten Entspannungstechniken: Autogenes Training, Yoga-Meditation oder geführte Traumreisen wirken sich günstig auf Stress, Ängstlichkeit und leichte Depressionen aus.
 
Vier zu Sechs
Die Erste-Hilfe-Atmung gegen Stress geht so: Atmen Sie tief ein und zählen Sie dabei bis vier. Atmen Sie langsam aus und zählen Sie dabei bis sechs. So bekommen Sie Ihre Nerven in den Griff, bremsen den rasenden Puls und senken den steigenden Blutdruck.
 
Prost gegen Stress
Einer Studie zufolge kann bereits ein halber Liter Wassermangel für einen zu hohen Cortisolspiegel führen. Warum das so ist? Bei Stress schwitzt man mehr, die Atemfrequenz ist erhöht, das Herz rast, der Körper verliert Wasser. Doch genau das braucht der Körper dringend, um perfekt zu funktionieren. Also: Hoch die (Wasser-)Gläser, damit Ihr Körper gegen die nächste Stressattacke gewappnet ist.
 
Kleine Clownerien
Herzhaft gähnen, wilde Grimassen schneiden, lauthals lachen, kräftig mit den Zehen wackeln – idiotisch? Nö! Total gesund und Stress abbauend... Horch mal, wer da singt Das Lauschen von ruhiger Musik und natürlichen Klängen löst Wohlgefühl aus und baut Stress ab. Unter dem Titel „Music for Relaxion“ oder ähnlichen Suchbegriffen gibt es passend zusammengestellte Mixe – vom Klassik-Mix über fernöstliche Meditationsmusik bis hin zu vertontem Meeresrauschen, Walgesang und Vogelzwischern.



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Entspannt auf dem Pferderücken
Wussten Sie, das Pferde als tierische Anti-Stress-Trainer bei der Therapie von Burnout-Patienten eingesetzt werden? Sowohl die ruhige Beschäftigung mit dem Pferd als auch das entspannte Sitzen auf dem Pferderücken verhilft nicht nur zur Produktion des Glückshormons Serotonin, sondern auch zum „sich einfach mal dahin tragen lassen“...
 
Relaxte Pferde
Nicht nur Menschen leiden unter Stress. Auch Pferde haben Stress – auf dem Transport, auf  Turnier oder Auktion oder in einem unruhigen Stall. Das birgt nicht nur die Gefahr von Leistungseinbußen und einem flatternden Nervenkostüm, sondern schlägt vielen Pferden auf den Magen: Schmerzhafte Magengeschwüre sind im schlimmsten Fall die Folge. Neben der möglichst artgerechten Haltung und genügend Zeit zur Regeneration helfen Kräuterkuren und bestimmte Mineralstoffkombinationen rund um das coole Magnesium beim „Runterkommen“: Auch Gesundheitsdecken tun gute Dienste.
 

 

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 Total im Trend: Nixen
Nixen Sie schon oder chillen Sie noch? Wie dem auch sei – einfach mal nichts tun, steht im Zentrum beider Untätigkeits-Strategien. Sein statt Machen, Abhängen statt Anpacken. Diese Wohlfühl-Philosophie stammt aus Holland, ist aber nicht wirklich neu, sondern eher wiederentdeckt. Nichtstun und Müßiggang standen nämlich schon bei den alten Griechen hoch im Kurs. Übrigens: Nixen hat nichts mit der kleinen Meerjungfrau zu tun, die in Kopenhagen seit Jahrzehnten regungslos auf ihrem Stein pausiert – und auch nichts mit Meditation. Diese nämlich dient der Achtsamkeit, der Konzentration und dem aktiven Ausbremsen störender Gedankenstrudel. Nixen hingegen ist eine komplett aktionslose Präsenz ohne Sinn und Zweck. Und denken können Sie, was Sie wollen! 
 
Natürliche Stress-Stopper
Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Kamille, Lavendel, Melisse, oder auch die Passionsblume gehören zu den sanften Stress-Stoppern aus der Natur. In Tees, Ölen oder auch in Tablettenform unterstützen sie Entspannung.
 
Krankenkassen helfen 
Antistress-Coachings werden übrigens auch von den Krankenkassen angeboten und zumindest bezuschusst. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von freien Coaches, die hier in regelmäßigen Kursen oder Wochenend-Seminaren Hilfestellung geben. Eine Investition – zeitlich und finanziell –, die sich lohnt!  
  
Veröffentlichung in der Ausgabe HIPPO 9/2019

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