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Hatschi – Gesundheit!

© Bruno Glätsch_Pixabay.de


 
Er liegt hinter uns: der „Sommer des Jahrhunderts“. Nie wurde die Kühle der kommenden Monate so herbeigesehnt wie in diesem Jahr! Doch aufgepasst: Mit dem Umschwung vom hitzigen Sommer zum frischen Herbst rollt auch die erste Erkältungswelle übers Land.
 
Virenhopping
Es liegt nicht an der Kälte, dass Herbst und Winter die Menschen zumeist verschnupfen lässt. Grund dafür sind eher die Menschenmengen, die sich auf engen, geschlossenen Räumen zusammenrotten, in U-Bahn oder Bus, im Kaufhaus oder gar im Wartezimmer beim Arzt – Virenhopping ist hier also Programm. Zudem trägt trockene Luft, die des Winters draußen und die der Heizung drinnen, dazu bei, dass es den Viren gut, den menschlichen Schleimhäuten hingegen schlecht geht. Sie liegen gewissermaßen auf dem Trockenen und bieten eine anfällige Angriffsfläche für alle möglichen Schnupfenerreger.
 
 

© I-Visat_Pixelio.de


 
Grippe oder Erkältung, oder was?
Nur „Schnupfen“ haben die ganz Harten unter uns – die auch dann noch aufrecht gehen, wenn ihnen die Gliederschmerzen hart in die Parade fahren. Ihnen ist egal, ob sie unter Grippe, grippalem Infekt oder einer Erkältung leiden. Zu wissen, ob die original Influenza-Viren das Immunsystem bombardieren und die echte „Grippe“ im Gepäck haben oder eine Vielfalt anderer fieser Grippeviren für Unwohlsein sorgen, ist allerdings für die effiziente Behandlung wichtig: Eine veritable Influenza überfällt einen schlagartig und heftig mit hohem Fieber, Schüttelfrost und allen anderen grippalen Scherereien. Ab zum Arzt, wirksame Medikamente verschreiben lassen, diese schlucken und tatsächlich Ruhe halten, lautet hier der Rat. Der grippale Infekt, auch als Erkältung tituliert, kommt schleichend, geht schleichend, wirft einen aufs Sofa, aber nicht aufs Sterbebett. Hier medikamentös zu intervenieren, ist schwierig. In der Regel zielt die Behandlung auf Symptom-Erträglichkeit: Taschentücher und Nasenspray, Halstabletten und Hustensaft –
und vielleicht die ein oder andere Brausetablette im Glas sprudeln lassen.
 
Zu spät – krank im Laden
Ein leichtes Kribbeln in der Nase, Druck im Kopf und dieses verdächtige Kratzen im Hals – trotzdem sind Sie brav zur Arbeit und dort erwischt es Sie nun richtig: Ruhig Blut. Bevor Sie es auf die heimische Couch schaffen, vermeiden Sie Stress und trinken Sie viel. Am besten heißen Thymiantee. Der wärmt von Innen und wirkt darüber hinaus antibakteriell, mildert also die beginnende Halsentzündung ab. Auch ein Schal ist jetzt viel mehr als nur äußeres Zeichen Ihrer Erkältung. Er hält nämlich warm. Natürlich führen Tee und Lutschpastillen nicht zu einer Spontanheilung. Um den Arbeitstag einigermaßen zu überstehen, helfen Medikamente mit den bekannten Wirkstoffen Paracetamol und Ibuprofen.
 
Risiko Kundenkontakt
Sie lauern immer und überall – die fiesen Erkältungserreger: Auf den Produktpaketen, die der Hersteller Ihnen täglich in den Laden liefert, am Telefon, das Ihr Kollege gerade noch am Ohr hatte, und in den Händen der Kunden, die den persönlichen Kontakt mit Ihnen so schätzen. Auch das Husten und Prusten und Niesen im Laden lässt winzige Erregungswolken durchs Geschäft schweben – direkt ins dicht gestrickte Netz Ihrer Abwehrkräfte. Häufig sind die Handflächen der primäre Landeplatz für die vielartigen zumeist Rhinoviren, die wir uns dann unter die Nase und in die Augen reiben und die es sich gemütlich machen auf unseren Schleimhäuten. In aller Heimlichkeit zunächst. Doch schon bald machen sie sich ganz ungeniert im ersten Räuspern bemerkbar.

...und was ist mit Impfen?

Die Grippeimpfung ist jedes Jahr eines der heiß diskutierten Topthemen, sobald die erste Grippewelle übers Land gerollt ist. Fakt ist: Impfen gegen eine ganz banale Erkältung – das funktioniert nicht, denn hier sind zu viele verschiedene Auslöser am Werk. Impfen gegen die echte Influenza – das funktioniert. Und ist tatsächlich in vielen Fällen auch ratsam für Menschen über 60 und Menschen mit chronischen Erkrankungen. „Aber auch Personen, die täglich mit vielen Menschen in Kontakt kommen und dadurch ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, sollten sich wappnen“, formuliert beispielsweise die Barmer Krankenkasse und nennt in diesem Zusammenhang explizit Arbeitnehmer im Einzelhandel.
 
 

© Andreas Hermsdorf_Pixelio.de


Hygiene hilft
Es ist die hohe Ansteckungsrate der Grippe- und Erkältungsvieren, die Jahr für Jahr regelrechte Schnupfenattacken durchs Land jagen. Noch bevor das bärenstarke Immunsystem als Erkältungspolizei in Kraft treten muss, können einfache Hygienemaßnahmen als Bodyguards ihren Dienst tun: Häufiges Händewaschen ist dabei der leichteste Personenschutz, denn es unterbricht den Übertragungsweg der Infektion. Wissenschaftliche Studien belegen, dass häufiges Händewaschen das Risiko für Atemwegsinfektionen um über 20 Prozent senkt. Wasser und Seife – normale Seife reicht aus – schaffen hier Sauberkeit und Fitness. Alternativ können Sie auch Hygienetücher nutzen – diese sogar im Laden und im Kunden-WC postieren –, dann haben alle ein Plus an Gesundheit. Eine gewisse Distanz zum Mitmenschen ist in den grippalen Hochzeiten ebenfalls ratsam. Kein Küsschen links-rechts, kein Shakehands, keine Arbeitswege in Bus oder Bahn – Eremiten, die durch Eiseskälte in den eigenen Fachhandel radeln und sich dort freundlich distanziert präsentieren, gehören zu den fitten Herbst-Winter-Menschen. Ein zweiseitiges Schwert im Kampf gegen Erkältungserreger sind Luftbefeuchter. Zunächst einmal tut die feuchte Luft den menschlichen Schleimhäuten gut. Andererseits mutieren die kleinen Apparaturen bei mangelnder Pflege schnell ihrerseits zu regelrechten Keimschleudern. Zusätze für den kalten Nebel können das Immunsystem boostern und Grippe geplagten Atemwegen Gutes tun. Hierzu eignen sich ätherische Öle, die 100-prozentig rein sind und keine synthetischen Zusätze enthalten. Eukalyptus oder Latschenkiefer verbreiten einen angenehmen Wellness-Duft.
 
Natürliche Immunbooster
Gesund leben ist das beste Mittel, um sein Immunsystem lückenlos fit und stark gegen Infektionen zu halten. Dazu gehört viel Bewegung an der frischen Luft – nicht nur gemütliches Spazieren, sondern auch die ein oder andere Laufeinheit. Ausreichend Schlaf und Pausen sind ebenso wichtig und kommen gerade im aufkommenden Weihnachtsgeschäft viel zu kurz. Gehen Sie in die Sauna und stärken Sie Ihren Körper, auch wenn Sie zur Fraktion der Warmduscher gehören, mit heiß kalten Wechselduschen – oder zumindest mit ebensolchen Wechselbädern Ihrer Füße. Trinken Sie viel: Tee!
Und last but not least:
 
Lachen ist die beste Medizin!
Im Blut steigt die Konzentration von Immunglobulin A. Diese körpereigenen Abwehrstoffe setzen Viren und Bakterien schachmatt. 
 
Gesunde Goodies
Die Packung Taschentücher mit Pferdedesign (und Ihrem Aufkleber) gibt es jetzt von Ihnen zu jedem Einkauf dazu. Oder ein kleines Tütchen mit Hustendrops. Diese können Sie nun auch in Ihre Chilout-Lounge postieren – direkt neben der Thermoskanne mit heißem Erkältungstee.

© S_Hofschläge_Pixelio.de


 
Verschnupfte Jahre
Laufende Nasen, wehe Glieder, Halskratzen und Husten lassen uns – so die Wissenschaft – rund drei Jahre unseres Lebens verschnupft verbringen. Ein ganzes Jahr davon gar bettlägerig in der Horizontalen.

© Anelka_Pixabay.de


 
 
 
Pillen oder Paprika – so essen Sie sich fit
Sauer macht möglicherweise lustig, auf jeden Fall macht es gesund. So steht fest, dass Vitamin C das Erkältungsrisiko zwar in der Regel nicht senkt, dass eine Vitamin C-Kur die Krankheitsdauer hingegen deutlich verkürzt. Zu den natürlichen Vitamin C-Trägern gehören – wen wundert‘s– die Citrusfrüchte. Aber auch Gemüse wie Kohl, Spinat und Paprika, insbesondere die roten, sind echte Vitamin C-Bomben. Wer lieber Pillen schluckt, der kann sich vor Angeboten kaum retten und sollte die praktischen Immunbooster als gezielten Mix schlucken. Denn es ist die Kombination von bestimmten Immunmineralien und -vitaminen, die letztlich den ersehnten Fitness-Kick gibt, und die ist in der Regel von den Herstellern von Nahrungsergänzern bereits ausgetüftelt. Neben Vitamin C und einigen Vertretern aus dem Vitamin D-Komplex gehören auch die Spurenelemente Zink und Selen in solch eine Pille.
 
Heiß und lecker
Hühnersuppe und Holunderbeersaft – schmecken gut, wärmen von Innen und machen gesund. Warum? Die Geheimwaffe der Hühnersuppe ist jedoch ihr Eiweißstoff Cystein. Dieser, so fanden amerikanische Wissenschaftler heraus, hemmt die Bildung weißer Blutkörperchen, welche maßgeblich an den Erkältungsprozessen beteiligt sind. Sie wandern nämlich bei einem Infekt der oberen Atemwege in die dortigen Schleimhäute. Durch den Verzehr von Hühnersuppe bewirken Sie, dass die Nasenschleimhäute abschwellen. Außerdem spendet die gesunde Suppe dem Körper Flüssigkeit und wichtige Stoffe wie Vitamine, Zink und Eisen, mit denen Sie Ihr Immunsystem stärken und folglich schneller wieder auf den Beinen sind. Der Holunderbeersaft punktet mit seiner besonderen Wirkkombination aus Flavonoiden und Vitaminen.  
 

Veröffentlichung in der Online-Ausgabe HIPPO 10/2018


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