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Komfort ist Trumpf ­– so gehen Reithosen heute

Reithosen sind nach dem Helm das wichtigste Ausrüstungsstück für den Reiter und dürfen in keinem Fachgeschäft fehlen. Doch wie sieht sie aus, die perfekte Reithose von heute? Was wünschen sich die Kunden, in welche Richtung denken die Designer? Wir geben Antworten und bringen das Fazit dieses Mal schon vor dem eigentlichen Report. Und das lautet ganz einfach: Vielfalt statt Einfalt!

© www.comic-schilder.de

Eins fällt auf: Neben den immer funk­tionaler werdenden Reitsporthosen gibt es gerade auf dem Freizeitreiter-Sektor den Hang zur „guten alten Reithose“. So feiert mit der Cordreithose ein Stoff Renaissance, der seit den 90ern bieder an der Stange staubte, und mit den klassischen Breeches ein Schnitt, der sich schon kurz nach dem Immenhof-Zeitalter mit weniger Bundfalte und mehr Anliegebedürfnis dem Körper näherte. Heute gilt es beispielsweise bei den Jagdreitern als stilecht und anglophil schick, in gebro­chenem weiß und eben obenrum genügend faltig in den Sattel zu steigen. Und wann die Cordhose mal wieder in curry­gelb von der Stange leuchtet, ist sicher auch nur eine Frage der Zeit.
 
HIPPO im Gespräch mit Holger Vogl
In Ihrem Unternehmen kommt alles aus einer Hand. Das heißt: Sie designen und stellen auch her. Warum ist das gut für die Produktion?

Holger Vogl: „Es ist natürlich ein großer Vorteil, wenn man die Schnitte innerhalb des herstellenden Unternehmens selber entwirft. So kann man bei der Anprobe oder spätestens nach dem Shooting noch optimieren, sollte die Hose beispielsweise irgendwo Falten werfen. Wir sind also viel näher am Produkt und können mit viel Akribie und Liebe zum Detail arbeiten.“ 

 
Wenn man mit den Reithosen so lange am Markt ist wie Ihr Unternehmen, gibt es dann eher Bewährtes oder hauen Sie auch mal ein richtiges Experiment raus?
Holger Vogl: „Tatsächlich ist es so, dass sich im Laufe der Zeit ein oder zwei Modelle herauskristallisieren, die absolute Renner sind auf dem Markt und seit Jahren besonders stark nachgefragt werden. Diese Modelle sind dann wirkliche Kern­produkte. Allerdings werden auch sie stets weiterentwickelt und variiert: Nicht nur was die Trendfarben betrifft. Es werden beispielsweise ­mit Glitzer- und Strassdetails, mit Applikationen und Stickereien immer neue Highlights gesetzt. Und natürlich kommt auch unser bewährtes Modell inzwischen nicht mehr ohne Handytasche aus.“
 
Der Schnitt bleibt dann bei so einem aus­gereiften Format über Jahre genau gleich?
Holger Vogl: „In seiner Grundform ja. Aber auch hier feilen wir natürlich immer. So bieten wir unsere Top­seller nun in zwei Bundformen an und setzen damit nicht nur einen modischen Trend, sondern reagieren auch auf die Erfahrungen unserer Markenbotschafter. Die höhere Bundvariante schließt die Figur einfach besonders schön ein und das nicht nur im Stand, sondern da, wo es drauf ankommt, nämlich im Sattel. Mehr und mehr Kunden wünschen diesen Komfort.“ 
 
Mit welchen Textilien arbeiten Sie?
Holger Vogl: „Also ganz klar: mit modernsten Funktionstextilien. Die klassische Baumwollmischung tut sich schwer. Hochelastische Stoffe mit schmutzabweisender Wirkung, die extrem schnell trocknen, sind heute das Nonplusultra. Sie sind unheimlich tragekomfor­tabel und schmiegen sich an wie eine zweite Haut.“
 
Sind diese Stoffe in irgendeiner Form nachhaltig?
Holger Vogl: „Nachhaltigkeit ist angestrebt, ohne Frage. Aber noch ist es leider nicht möglich, aus den recycelten Polyesterfasern oder PET-Flaschen Modelle mit den inzwischen üblichen Funktionen und Tragekomfort zu gestalten. Hier forscht die Textilindustrie weiter auf Hochtouren und wir sind gespannt auf die kommenden Stoffe, die hoffentlich in Kürze genauso funktional und elastisch sind. Denn Pillingresistenz und Form­stabilität müssen den heutigen Standards ent­sprechen. Aber wir sind stolz auf unsere Produk­tionsstätte in Europa. Hier setzen wir nur eu­ro­pä­ische Stoffe und Zutaten ein. Dadurch sind die Entfernungen kurz und der CO2-Ausstoß gering. Diese Produkte kennzeichnen wir mit dem grünen Steigbügel.“
 
Reggins, Reitleggins, Tights – die modernen Sporthosen für Reiter sind in Sachen Tragekomfort unschlagbar. Aber Hand aufs Herz: Finden Sie diese Modelle jedem Figurtyp zuträglich?
Holger Vogl: „Wenn die Stoffe zu leicht und soft gewählt werden, dann wirken Sie nicht sehr ‚angezogen‘. Das ist tatsächlich nicht immer optimal. Ich setze deshalb immer Stoffe ein, die kräftig und auch fest genug sind, um der Figur – bei aller Bequemlichkeit – eine schöne Form zu gewährleisten.“ 
 
Kunstleder oder Gripp?
Holger Vogl: „Ohne Frage hat Kunstleder immer noch seine Berechtigung. Die Hosen sind definitiv haltbarer als die Varianten mit Gripp: Aber die Kundinnen sind inzwischen so verwöhnt in Sachen Bequemlichkeit, dass dennoch die Modelle mit Grippbesatz gewählt werden. Hintergrund ist folgender: Der Kunstlederbesatz ist nie so elastisch, weich und atmungsaktiv wie Gripp. Bei Grippbesatz-Hosen passt der Besatz in all seinen Eigenschaften perfekt zur Hose.“
 
Wie inspirieren Sie sich zu immer neuen Designs?
Holger Vogl: „Neben einer sorgsamen Marktbeobachtung schaue ich mir die Mode von heute sehr genau an. Was ist angesagt an Farben, Mustern und exklusiven Design-Extras? Sehr gerne orientiere ich mich auch an der Sportmode. Die modernen Laufhosen sind wirkliche Hingucker – manche von ihnen Trendsetter.“
 
Besten Dank,  Holger Vogl, Produktmanager bei Cavallo 

 


HIPPO fragt Monique van Dooren-Westerdaal 

Sowohl die Modelle mit hohen Taillen als auch die hüftigen Schnitte sind sehr speziell. Wer trägt gerne die hohe Taille und wem sollte man davon abraten?

Monique Westerdaal: „Eine hohe Taille wärmt die Nieren und macht schöne lange Beine. Wenn die Hose aber vorne nicht niedriger geschnitten ist, kann es für manche Damen unangenehm sein am Bauch beim Reiten. Die Hosen mit höherem Bund, die gerade wieder in Trend kommen, werden gerne von klassischen und traditionsverbundenen Dressurreiterinnen getragen.“ 
 
Wer trägt gerne hüftige Schnitte und wem sollte man davon abraten?
Monique Westerdaal: „Jüngere Reiterinnen tragen oft gerne hüftige Schnitte. Wenn man etwas voluminöser rund um die Taille ist, können hüftigere Schnitte aber einen unvorteilhaften ‚Sidehandles‘-Effekt geben, und der Bauch schafft sich seinen Weg.“ 
 
Wählen Springreiterinnen andere Hosenschnitte als Dressurreiterinnen?
Monique Westerdaal: „Ja! Wie gesagt, die Erfahrung zeigt, dass Dressurreiter öfter Hochbund-Modelle wählen. Diese Form kann den Bauch durchaus ein wenig flacher ‚drücken‘. So kommt eine schmale Taille dann schön zur Geltung. Auch zaubern Hochbundhosen eine Optik mit längeren Beinen.“ 
 
Die klassischen Klettverschlüsse sind fast vom Markt. Sie sind aber doch auch praktisch – beispielsweise wenn man eine Strumpfhose unter die Reithose zieht. Werden die gar nicht mehr nachgefragt?
Monique Westerdaal: „Die werden tatsächlich sehr wenig nachgefragt, höchstens bei Sommerreithosen, da sie nach dem Reiten umgeschlagen werden können.“  
 
Welches ist die Besatzform der Zukunft und was wird auf Sicht vom Markt verschwinden?
Monique Westerdaal: „Das ist eine gute Frage, die ich nicht beantworten kann. Es gibt Liebhaber von jeder Besatzform inklusive Clarino-Kunstleder. Allerdings haben einige immer noch Angst, dass das Silikon den Sattel beschädigt. Aber: Auch von Springreitern werden mittlerweile vermehrt Full- gripp-Silikone nachgefragt. Hosen mit Stoffknie-Besatz sind vom deutschen Markt verschwunden. In anderen Ländern (vor allem in Frankreich) sind diese allerdings auch heute noch stark nachgefragt.“  
 
Die Menschen sind heute deutlich größer als noch vor zehn oder 15 Jahren. Wie reagieren die Reit­hosen­designer darauf? Gibt es vermehrt Langgrößen, wird insgesamt größer geschnitten oder ist eher zero-size angesagt?
Monique Westerdaal: „Wegen des elastischen Beinabschlusses ohne Klett sind die Hosen im Allgemeinen länger geschnitten. Da Menschen in Deutschland relativ groß sind, werden Langgrößen stark nachgefragt, leider aber nicht von allen Marken angeboten. Hier herrscht Nachholbedarf im Angebot.“
 
Die Gripp-Besätze haben sich inzwischen vermehrt durchgesetzt. Welches sind die Vor-, welches die Nachteile? Und: Wie haben sich die modernen Gripp-Besätze in den letzten fünf Jahren weiterentwickelt? Bei den ersten Modellen schien man ja so im Sattel festzukleben, dass man dann innerhalb der Hose rutschte und sich wund ritt...“ 
Monique Westerdaal:  „Klarer Vorteil ist, dass die Hosen elastischer sind und dadurch angenehmer sitzen. Die Stoffe mit Gripp haben längs und quer mindestens 40 Prozent Stretch. Das ist bei Kunst­leder viel weniger. Eine positive Entwicklung ist, dass die Silikone sich mittlerweile so verändert haben, dass keine Innenhose mehr notwendig ist, um die Knie zu schützen. Nachteil ist, dass beispielsweise bei minderer Lederqualität des Sattels tatsächlich Gebrauchsspuren sichtbar werden. Laut Aussagen einiger Reiter beschädigt Silikon den Sattel, das ist natürlich abhängig von der Leder­qualität. Ein weiterer Nachteil ist auch, dass Silikone beim Tragen und Waschen schneller verschleißen.“

 

Dankeschön, Monique van Dooren-Westerdaal, EKKIA 


Klassisch und bequem

„Also ich schwanke zwischen Vollbesatz und Gripp. Der Gripp gibt perfekten Halt, aber ich finde die Gripphosen in dem Besatzbereich im Allgemeinen zu dünn und sie scheuern bei mir sehr schnell. Eine Art Vollbesatz mit zusätzlichem Gripp wäre ideal. Für das Handy benötige ich keinen Stauraum. Das hat meiner Meinung nach auf dem Pferd nichts zu suchen! Ich mag klassische Reithosenschnitte, nicht zu hoch, nicht zu hüftig. Gerne zwei Taschen links und rechts – wie bei den Männerhosen. Das Design mag ich schlicht. Ganz wichtig auch, dass die Nähte insbesondere an den Knien nicht scheuern und: Bequem muss sie sein. Wer so viel im Sattel sitzt wie ich, für den ist Komfort die alleroberste Priorität.“
 
Nadine Zschiedrich, 29, Auktionsreiterin, Hannoveraner Verband


© Sebastian Marx

 

Mann möchte – ein offenes Wort

„Das Wichtigste für uns Männer ist, dass die Reithosen bequem sind! Nicht nur vom Schnitt her, sondern eben auch, dass sie aus einem angenehmen Stoff gestaltet sind. Es sollte also ein hoher und qualitativ hoch­wertiger Anteil an Baumwolle enthalten sein. Sie sollten nicht zu weit, aber auf gar keinen Fall zu eng sein… Sie sollte – sagen wir mal – lässig anliegen. Da ich Boxershortsträger bin, würde ich mir einfach wünschen, dass die Reithosen im Schritt entsprechend ‚Luft‘ bieten. Man bewegt sich ja schließlich den ganzen Tag darin, läuft rum, bückt sich, steigt auf und ab, setzt sich hin und steht wieder auf. ‚Wichtigen Dingen‘ sollte da wirklich mehr Platz eingeräumt werden. Ich weiß, dass ich bei diesem Thema aus dem Herzen vieler meiner Reiterkollegen spreche!  
Ich reite sowohl Springen als auch Dressur und bin eigentlich für beide Disziplinen mit einer Art der Reithose zufrieden. Ich persönlich bevorzuge einen Kniebesatz und das am liebsten aus Kunstleder. Kunstleder ist einfach etwas weicher als echtes Leder, aber sehr haltbar. 
Ich bin absolut kein Freund von Silikon und das schon gar nicht als Vollbesatz! Warum? Erstens macht es meiner Meinung nach den Sattel kaputt. Zweites: Wenn der Silikongripp neu ist, kannst du dich kein Stück auf dem Sattel bewegen und das kann nicht der Sinn der Sache sein. Dann, nach einer Weile und das ist oft nicht sehr lange (ich reite pro Tag sechs Pferde), rubbelt sich das Silikon runter und du hast plötzlich gar keinen Halt mehr, rutschst nur noch von rechts nach links.
In Bezug auf die Optik will ich nicht sagen, dass uns Männern das Design komplett egal ist. Wir stehen eher auf die klassischen Farben. Mein Fundus an Reithosen besteht zu 90 Prozent aus navy/dunkelblau, schwarz, grau und auch mal dunkelbraun. Der Rest ist weiß. Das, was uns in der Hose wirklich zeigbar erscheint, ist der Po. Also sollte die Reithose dort entsprechend gestaltet werden. 

Hosentaschen außen anbringen
Also bitte stylish designte Taschen außen auf­setzen – und zwar ohne Reißverschluss! Außen aufgesetzt gilt auch für vorne. Innenliegende Taschen gehen gar nicht. Denn wir Männer nutzen die Taschen, die wir haben: Zigaretten, Schlüssel, Portmonnaie, Leckerli. Das bedeutet aber letztendlich: Dadurch verknappen wir den wenigen Raum der ohnehin viel zu engen Reithosen… Übrigens, eigentlich sind wir Männer für Designer eine ganze bequeme Kundengruppe! Wenn wir mal die richtige Reithose gefunden haben, kaufen wir gleich fünf Stück davon.“
 
Sebastian Marx, Profi, Spring- und Dressurreiter bis zu Klasse S, Influencer mit mehr als 275.000 Followern 

 


HIPPO fragt Carolin Haget 

Gerne wüsste ich: Für welchen Figurtyp empfehlen Sie welchen Reithosenschnitt? 

Carolin Haget: „Durch unsere hochelastischen Reithosen-Stoffqualitäten, die sich super den verschiedenen Figurtypen anpassen, sind unsere Pass­formen und Schnitte sehr häufig universell einsetzbar.“ 
 
Sowohl die Modelle mit hohen Taillen als auch die hüftigen Schnitte sind sehr speziell – wer trägt gerne die hohe Taille und wem sollte man davon abraten?
Carolin Haget: „Reithosen mit Formbund und leicht höherer Leibhöhe werden besonders gern von Dressurreiterinnen getragen, aber auch von Damen, die der Figur schmeicheln möchten und einen gewissen Shape lieben. Wie im Fashionbereich gehen auch junge Frauen dem Trend nach. Reithosen mit leicht kürzerer Leibhöhe sind noch immer beliebt und am Markt noch nicht wegzudenken.“ 
 
Wer trägt gerne hüftige Schnitte und wem sollte man davon abraten?
Carolin Haget: „Die Reithosenformen mit kürzerer Leibhöhe werden gern von schlanken Reiterinnen bevorzugt. Für Reiterinnen, die eine größere Konfektionsgröße benötigen, kann ein Reithosenmodell mit breiterem Formbund vorteilhaft sein.“ 
 
Wählen Springreiter andere Hosenschnitte als Dressurreiter?
Carolin Haget: „Dressurreiterinnen tragen gern Reit­hosen mit Glitzer-Applikationen und dann mit Vollbesatz als Gripp oder Lederimitat. Springreiterinnen wählen häufig sportive Reithosen-Styles mit bequemen Taschen und einer integrierten Handytasche, zum Teil dann mit Gripp-Kniebesatz anstatt Vollbesatz.“ 
 
Die klassischen Klettverschlüsse sind fast vom Markt. Sie sind aber doch auch praktisch – beispielsweise wenn man eine Strumpfhose unter die Reithose zieht. Werden die gar nicht mehr nachgefragt?
Carolin Haget: „Einige klassische Styles haben weiterhin den Klettverschluss am Beinabschluss. Die moderneren Reithosenformen werden ohne Klettverschlüsse angeboten, dafür mit verschiedenen, super bequemen Stretch-Beinabschluss-Varianten, die sich der Beinweite anpassen und ein gutes Tragegefühl bieten.“ 
 
Die Menschen sind heute deutlich größer als noch vor zehn oder 15 Jahren. Wie reagieren die Reit­hosen­designer darauf? Gibt es vermehrt Langgrößen, wird insgesamt größer geschnitten oder ist eher zero-size angesagt?

Carolin Haget: „Durch das Angebot an Langgrößen bei allen Reithosenformen ist Pikeur bestens aufgestellt, was Reiterinnen und  Reiter mit großer Körpergröße anbelangt.“ 

Welches ist die Besatzform der Zukunft und was wird auf Sicht vom Markt verschwinden?

Carolin Haget: „Bestseller sind Reithosen mit Gripp-Besätzen, die ein tolles Tragegefühl im Sattel und eine super Haltbarkeit bieten. Trotzdem bleibt ein gewisses Angebot an Reithosen mit unserem sehr langlebigen Lederimitat im Programm bestehen, die bei Reitern ebenso weiterhin gefragt werden und vom Markt nicht wegzudenken sind.“  
 
Vielen Dank, Carolin Haget, Pikeur

  


Ganz normal und ein Extra

„Ich bin mit klassischen und dezenten Designs zufrieden und brauche da nicht besonders viel Styleelemente und vor allem kein Chichi. Abwechslung würde ich mir in den Schnitten wünschen. Ich bin sehr klein und finde nur wenige schicke Kurzgrößen, meist sind die Beine zu lang und ich habe unheimlich viel Hose, die dann in den Stiefeln verstaut werden muss. Den modernen Trend zur hohen Taille finde ich furchtbar. Es ist nicht bequem und engt mich am Bauch ein. Die Taschen wünsche ich mir genügend groß und wenn möglich verschließbar, damit Handy oder Portemonnaie nicht herausfallen. Noch viel besser fände ich allerdings, wenn man beispielsweise zur Hose on top eine Umschnalltasche dazu bekäme. Denn das ist ungleich bequemer, wenn man wirklich mal etwas verstauen will und die Hosentaschen nicht nur als Design fungieren. Viel Wert lege ich auf Hosen aus nachhaltigen Stoffen, die, wenn möglich in Deutschland hergestellt werden sollten. Diesen ganzen Glitter und Gripp aus Silikonen oder ähnlichen Materialien lehne ich deshalb ab. Dass kann nicht gut für die Umwelt sein – allein schon die Tatsache, dass sich da beim Reinigen unheimlich viel rauswäscht und in unserem Wasser landet.“
 
Bettina Zenke, 55, als Freizeitreiterin klassisch unterwegs
 
Veröffentlichung in der Ausgabe HIPPO 2/2020 

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