Noch

bis

HIPPO Logo

Konsens statt Konflikt

Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb – jedoch nicht immer und überall. Konflikte kommen in den besten Familien vor und eben auch in Teams. Warme Worte besänftigen Streitigkeiten und verhindern den Ausbruch des kalten Kriegs!

© Ryan McGuire_Pixabay.de


Prima Klima
Laut einer Studie ist das Betriebsklima für Arbeitnehmer das Wichtigste in ihrem Job. Ein positives Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten liegt damit sogar noch vor dem Wunsch nach einer leistungsgerechten Bezahlung. Doch oft sieht die Realität in den Unternehmen anders aus. Die eigenen Mitarbeiter reden nicht miteinander, sondern übereinander – und zu häufig arbeitet doch jeder am Ende nur für sich. Ist die Stimmung im Team angeschlagen, dann ist der Kunde oft der Leidtragende. Er, der eigentlich nach seinem Einkaufserlebnis glücklich und zufrieden das Geschäft verlassen wollte. Stattdessen verderben ihm Streitereien des Verkaufspersonals die gute (Einkaufs-)Laune. www.rkb-sales-trainings.de 
 
Friede, Freude, Führungskraft
Es ist wichtig, Konflikte im Vorfeld zu vermeiden als sie später zu lösen! Wenn sie schon mal da sind, ist es viel schwieriger, diese aus dem Weg zu räumen, sagt Rita Katharina Biermeier.
 
Wie das klappt?
Sie als Führungskraft sorgen dafür, dass Sie...
... klar, wertschätzend und auf Augenhöhe mit Ihren Mitarbeitern kommunizieren,
... regelmäßig Feedbackgespräche mit Ihren Mitarbeitern führen,
... Ihre Mitarbeiter in Entscheidungen und bei Veränderungen einbinden,
... Ihren Mitarbeiter aufzeigen, dass sie das wichtigste Bindeglied zwischen dem
    Unternehmen und dem Kunden sind, und ihnen die Notwendigkeit und Wichtigkeit
    ihres Berufes als Verkäufer aufzeigen,
... ein Vorbild sind, indem Sie als Führungskraft selbst „an der Front“ mitwirken,
... Ihre Mitarbeiter regelmäßig trainieren, damit sie im Alltag mit herausfordernden 
    Situationen souverän umgehen können,
... die Stimmung im Team durch gemeinsame Aktivitäten, Veranstaltungen,
    Ausflüge etc. steigern.
Danke, Rita Katharina Biermeier, Businesstrainerin!

© Alexandr Pirogov_Pixabay.de

Provokationen aussitzen
Einfach mal einen kühlen Kopf zu bewahren, hat schon manch einen Konflikt im Keim erstickt. Wer es schafft, nicht jede Provokation mit einer Gegenattacke abzuwehren, handelt ganz im Sinne des renommierten Konfliktforschers Friedrich Glasl. Der rät nämlich einfach mal zu „abwarten und Tee trinken“ und erteilt dem beliebten „Wie du mir, so ich dir!“ eine klare Absage. Solch eine coole Reaktion bremst die Eigendynamik des Konfliktes. Allerdings: Diese friedlich gestimmte Deeskalationshaltung funktioniert nicht auf Dauer. Irgendwann ist es auch gut mit einseitigem Beschuss. Anstatt nun ebenfalls auf Kampfmodus zu schalten, besinnen Sie sich auf diese hippen Konfliktlöser:
 
„Confligere“, so lautet der lateinische Ursprung des Konfliktes, was so viel bedeutet wie „zusammentreffen“ oder – in der Folge – auch „kämpfen“.
 
Effektive Konfliktlöser
Positive Konflikteinstellung haben! Frühzeitige Konfliktwahrnehmung ernst nehmen!Bewährte Kommunikationstechniken einsetzen! Eigenes Befinden zum Ausdruck bringen! Anregungen zur gemeinsamen Lösungsfindung geben und diese durch zeitlich begrenzte Abmachungen festhalten! Kreativität walten lassen! „Win-Win“-Lösungen anstreben! Konstruktives Feedback geben! Streiten mit Kultur muss man:  ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN!

 

Das sagt Coach Viola Röder 
 
Ist ein Konflikt zwischen den einzelnen Mitarbeitern anders zu bewerten und zu lösen als ein Konflikt zwischen Chef und Mitarbeiter?
„Grundsätzlich gelten in der Bewertung keine Unterschiede. In der praktischen Konfliktauflösung existieren natürlich schon Unterschiede. Aufgrund ihres Rechtes zu formellen Sanktionen kann die Führungskraft ihre Interessen leichter durchsetzen – und muss dies ja je nach Gegebenheit im beruflichen Alltag auch.“
 
Welche Arten von Konflikten unterscheidet man generell voneinander?
„Konflikte können sowohl die Sach- als auch die Beziehungsebene betreffen. Sachkonflikte treten auf, wenn sich die Konfliktparteien bei einem gemeinsamen Ziel uneinig über den Weg (Methode, Mitteleinsatz etc.) zur Zielerreichung sind. Beziehungskonflikte entstehen durch Verletzungen in der Interaktion (zum Beispiel der Kommunikation) zwischen Individuen. Auf der Beziehungsebene entstandene Konflikte werden häufiger nicht angesprochen. Ursache hierfür ist mitunter der Umstand, dass das Verbalisieren von Gefühlen in der Arbeitswelt tabuisiert ist.“ Danke, Viola Röder!
 
Konflikte sind nicht schlecht – sondern höchstens unser Umgang mit ihnen!
 
Goldene Regeln
Verbale Geschosse haben im Konfliktlösungs-Gespräch keinen Platz. Eine grundsätzlich wohlwollende Kommunikationshaltung hingegen schon.
  • Gesprochen wird in ausgesucht freundlichem Rahmen und nicht zwischen Tür und Angel.
  • Gewählt wird ein höfliches Vokabular, das mit moderater Stimmlautstärke verständlich eingesetzt wird.
  • Kommuniziert wird klar und konkret. So lassen sich Missverständnisse vermeiden.
  • Bei Unklarheit wird prompt nachgefragt. Überhaupt die Fragen: Sie zeigen echtes Interesse an dem anderen, seinen Befindlichkeiten und seiner Meinung zum Thema des Konflikts.
  • Gesendet werden Ich-Botschaften.
  • Zugehört wird aktiv, konzentriert, interessiert... und alle Gesprächspartner dürfen ausreden!
  • Ein (rückwirkendes) Sorry und das verbindliche Shake Hands runden ein erfolgreiches  Konfliktgespräch im Idealfall ab. 

 
Zusammenstöße vermeiden
Bunte Vielfalt statt öder Einfalt – diesen Trend wählen immer mehr Unternehmen bei der Zusammenstellung ihrer Teams. Das schafft eine starke Mitarbeiter-Mischung. Mitunter aber auch eine explosive! Meinungen prallen aufeinander. Eigenarten geraten aneinander. Konflikte drohen. Um das Risiko von Reibereien gering zu halten und Streitereien im Fall des Falles nicht eskalieren zu lassen, treffen Sie im Team vorab diese entscheidenden Vereinbarungen: Stets geben die Ziele des Unternehmens die gemeinsame Richtung vor. Die Aufgabenstellung im Team ist klar abgesprochen und wird von allen eingehalten.  Die Teammitglieder sollten ihren biografischen sowie (inter-)kulturellen Hintergrund untereinander in Grundzügen kennen und akzeptieren. Alle Mitarbeiter müssen je eine Spielregel für die Zusammenarbeit definieren und einbringen sowie diesen Team-Vertrag dann unterschreiben und gut sichtbar aufhängen. Danke, Dirk Raguse, Inhaber von dirk raguse – training· coaching· beratung! www.dirk-raguse.de 
 

Veröffentlichung in der Online-Ausgabe HIPPO 3/2018

Koelnmesse

Wir danken unseren Sponsoren