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Perfekte Präsentation

Ob Gitterwände, Regalblöcke oder Textilgondeln – Ladenbausysteme aus dem Katalog sind eine praktische Möglichkeit, die Warenpräsentation Ihres Fachgeschäfts aufeinander abgestimmt und modular erweiterbar zu gestalten. Darüber hinaus lässt sich das praktische Mobiliar mit wenigen tollen DIY-Variationen charmant ergänzen und stilvoll aufpeppen.


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Foto: Reitsport Wohlhorn, www.wohlhorn.de; © Verlag

 
 
 
 
Zugriff!
„Greifen Sie zu!“, sollte die Kernbotschaft der systematisierten Ordnung am professionellen Präsenter lauten. Nur wenn die Ware leicht abzunehmen und wieder wegzuhängen ist, nehmen die Kunden Produkte auch gerne in die Hand. Hat der Kunde das Gefühl, eine Tonne Messing stürzt auf ihn nieder, wird er nicht nach dem trendigen Kandarengebiss greifen und auch mit der nougatfarbenen Fellschabracke wird er nicht auf Tuchfühlung gehen, sollte diese eingepresst in einer zu eng gesetzten Regalwand klemmen. Der Kunde muss also „angstfrei“ zugreifen können und: Er muss sich in der Lage sehen, das Produkt ohne größere Komplikationen auch wieder an Ort und Stelle zurück räumen zu können. 
 

Foto: Reitsport Frölich, www.reitsport-froelich.de; © Verlag

 
 
Mut zur Lücke
Aufgabe Nummer eins der Präsenter: Produkte bestmöglich zu zeigen. Und zwar so, dass die Waren übersichtlich dargestellt sind und der Kunde die entscheidenden Features der Ware auf den ersten Blick erkennen kann. Das gelingt durch funktionale Präsentationen. Gebisse beispielsweise gehören gehängt, nicht gelegt! Zaunpfähle stehen, Litzen sind gespannt, Turnierblusen auf Kleiderbügel drapiert und Kappen nach Möglichkeit über einen Kopf oder zumindest eine Kugel gezogen. Weniger ist dabei mehr – und genügend Abstand zwischen den einzelnen Produkten muss die Vorrichtung jedweden Präsentationssystems hergeben. Schließlich präsentieren Sie keine Haarklammern im Drogerie-Discount, sondern hochwertige Trensen, ergonomische Gebisse oder stabiles Stallzubehör. 
 

 
 

Foto: genisys GbR, www.genisys-reitshop.de, © Verlag

 

Gestaltungselemente
Auch zur räumlichen Gestaltung sind die diversen Systeme zur Warenpräsentation natürlich ganz wichtige Helfer: Ob Stellwände, Regale, Ständer oder Gondeln – sie alle spielen immer auch im Hinblick auf die Ladeneinrichtung eine wichtige Rolle. Sinnvolle Raumeinteilung und ideale Raumnutzung lauten hier die obersten Funktionen, bei denen ebenfalls gilt: Stellen Sie Ihren Laden nicht zu voll. Auch wenn Sie eine enorme Sortimentsbreite und -tiefe abbilden möchten, überfrachten Sie nicht!  
 


 

Foto: Von Rönne Reitsport, www.von-roenne-shop.com; © Verlag


 
Stabil und flexibel
Ein guter Präsenter ist wie ein Top-Mannequin: flexibel und wandelbar. Modulare Systeme bieten sich hierfür an, die je nach Bedarf reduziert oder erweitert werden können. Auch Einsteck-Varianten, bei denen Haken und Ösen mit geringstem Zeitaufwand ein- und ausgeschraubt werden, zeigen sich wandelbar. Kurzum: Alles, was nicht starr, sondern eben variabel zu nutzen ist, unterstützt Ihre Kreativität bei der Warenpräsentation bestmöglich. Die Anpassungsfähigkeit darf dabei natürlich nicht auf Kosten der Stabilität gehen. Eine maximal erweiterte Warengondel, die beim ersten Kundenkontakt das große Zittern kriegt, ist ein No-Go. Langlebiges Material und eine solide Bauweise müssen immer ein Basiskriterium sein, damit der Produktpräsenter seine Flexibilität tatsächlich über viele Jahre in Ihren Dienst stellen kann. 
 

Foto: Reitsport Live GbR, www.reitsportlive.de, © Verlag

 
Philipp Hartmann gibt Antworten
Gibt es inzwischen spezielle Schaufenster-Puppen, die sich für den Pferdesport besonders eignen?
Philipp Hartmann: „Es gibt für die Sportbranche inzwischen eine Vielzahl von Figuren, die besondere Sport-Positionen zeigen. Besonders für populäre Breitensportarten wie Fußball, Jogging, Tennis, Radfahren und andere gibt es eine große Auswahl an Schaufensterfiguren. Aber auch für Sportarten wie Yoga, Schwimmen, Basketball, Klettern oder Golf sind Spezial-Figuren erhältlich. Figuren explizit für den Reitsport sind
eher selten, auch weil eine reitende Position ohne Pferd etwas merkwürdig wirken kann. Ein Kompromiss könnte jedoch sein, eine Sportfigur aus dem Radsport in Verbindung mit einer Sattelpräsentation einzusetzen. Auch eine Figur in „Walking-Position“ mit einer dynamischen Körperhaltung kann zur Präsentation von Reitsportmode sehr geeignet sein. Um die besonderen Positionen der Figuren produzieren zu können, sind diese Figuren meistens aus Glasfaser verstärktem Polyester gearbeitet. Charakteristisch ist für Sportbewegungen eine Position aus der Bewegung heraus.“
 
Warum sollte ein Reitsportfachgeschäft auch mit Puppen zur Warenpräsentation arbeiten – oder ist das völlig überflüssig?
Philipp Hartmann: „Zum Einsatz von Schaufensterfiguren würde ich auf jeden Fall raten. Die Kunden können sich die Mode an einer Figur wesentlich besser vorstellen. Auch können so Kombinationen und besondere Outfits perfekt inszeniert werden. Eine Figur im Mittelraum des Shops kann, geschickt eingesetzt, auch ein guter ,Kundenstopper‘ sein, um eine neue Warengruppe zu beginnen oder auf eine Kollektion besonders hinzuweisen. Auch steigt die Wertigkeit der Ware durch die Präsentation an einer Schaufensterfigur, so dass der Kunde tendenziell bereit ist, mehr für das Outfit auszugeben.“
 
Bei geringem Budget: Lieber eine tolle Puppe oder mehrere Teil-Abschnitte – Hand, Bein, Torso, Kopf?
Philipp Hartmann: „Wer nur ein geringes Budget zur Verfügung hat, kann bereits für 100 bis 200 Euro Schaufensterfiguren in klassischen Modepositionen kaufen. Besonders bei günstigeren Figuren ist es wichtig, nicht nur auf die Angabe der Konfektionsgröße, sondern auch auf die Proportionen wie Hüft-, Brust- und Taillenumfang der Figuren zu achten. Es kann sonst durchaus vorkommen, dass Beine oder Arme zu dünn, zu dick oder auch unterschiedlich geformt sind. Im schlimmsten Fall können dann Hosen oder Pullover nicht richtig angezogen werden. Torsen können nicht nur preislich eine gute Alternative sein, sie brauchen auch weniger Platz und können oft in der Rückwandpräsentation oder auf Mittelraumtischen eingesetzt werden. Spezielle Displays von Händen, Beinen oder Köpfen eignen sich besonders für Accessoires wie Strümpfe, Handschuhe, Sonnenbrillen oder Hüte, Helme und Mützen. Eine echte Alternative zu einer ganzen Figur sind sie jedoch nicht, da kein gesamter Look präsentiert werden kann.“
Vielen Dank, Philipp Hartmann, Bohnacker Store Solutions, www.bohnacker.com

 
 

Foto: © HAUSIG Pixabay

 
Bis in die Puppen
Reitsportmode im Einsatz wird an Händen und Beinen, Torsen und Köpfen oder ganzen Schaufensterpuppen gezeigt. Die stillen Beautys eignen sich nicht nur zur perfekten Präsentation Ihrer Textilwaren, sondern können auch als Blickfang im Schaufenster inszeniert werden. 
 
Viele Modelle
Schaufensterpuppen aus Holz und Kunststoff, bewegliche und unbewegliche Puppen gibt es in Hülle und Fülle. Für gewöhnlich besteht eine Schaufensterpuppe aus verschiedenen Glied­maßen, die Sie einzeln abnehmen können. Sonst ist die Haltung allerdings recht starr. Eine bewegliche Schaufensterpuppe hat den Vorteil, dass Sie die einzelnen Gliedmaßen in unterschiedliche Positionen bringen können.
 
Langes Leben
Häufig sind besonders preiswerte Modelle nämlich aus dünnem und leichtem Material hergestellt und weisen nur eine kurze Lebensdauer auf. Eine hochwertige Schaufensterpuppe kostet zwar mehr, hält dafür aber auch bedeutend länger und ist robust und stabil verarbeitet. Legen Sie Wert auf Qualität und eine detailgetreue Verarbeitung der Schaufensterpuppen!
 
Sicheren Fußes
Den Standfuß der Puppe sollten Sie nicht außer Acht lassen, denn dieser sorgt für die notwendige Standhaftigkeit. Gerät eine Schaufensterpuppe bereits beim geringsten Kontakt oder beim Anziehen in starkes Schwanken, wählen Sie lieber eine andere Variante. Im Idealfall besitzt die Schaufensterpuppe einen Standfuß aus Metall oder Glas. Das Material ist recht schwer und sorgt für zusätzlichen Halt am Boden.
 
Dekofieber
Im Zusammenhang mit der entsprechenden Lichtwirkung besitzen alle Komponenten zur Warenpräsentation auch immer einen dekorativen Aspekt, den Sie zu Ihrem Vorteil machen können. Individuell angepasst an das jeweilige Produkt erreichen Sie so ein höchstmögliches Potenzial für Ihr eigenes Geschäft, das sich damit von anderen Geschäften abhebt.
 
Deko-Tipp: Wenn Sie die Schaufensterpuppe umdekorieren, sollten Sie bestenfalls saubere Handschuhe tragen, um die empfindliche Oberfläche weder zu verletzen noch zu beschmutzen! Sollte dennoch ein Fleck das adrette Antlitz beschmutzen hilft ein weicher Lappen, oder Sie rücken dem ganzen auf die harte Tour zu Leibe: Mit Zahnpasta! „Ich persönlich würde im Reitsportfachgeschäft viel mit Holz arbeiten und den größten Teil selbst entwerfen. Grundsätzlich ist aber zu beachten, dass die Ware und nicht der Präsenter im Vordergrund steht. Dieser sollte schlicht, aber stabil und dabei je nach Saison umzufunktionieren sein.“ Jörn Siemon, www.gerso.de
 

Foto: © DJEDJ Pixabay

 
Haarige Angelegenheit
Falls Sie eine Schaufensterpuppe mit Perücke erwerben, achten Sie darauf, dass Sie die Haare abnehmen und wechseln können. So können Sie Ihr Marketing-Püppchen saisonabhängig der neusten Mode und den angesagten Trends anpassen. Durch unterschiedliche Haarfarben, Schnitte und Stylings von Frisuren können Sie vor allem weibliche Modekollektionen vorteilhaft in Szene setzen. Außerdem ist eine Kappe mit adretter Zopffrisur durchaus passender inszeniert als eine chillige Bommelmütze unter der sich auch schon mal Locken hervor kringeln dürfen.
 
 
Nachhaltigkeitstipp
Es müssen nicht immer Kleiderbügel aus Plastik sein: Holzbügel sind stabil, langlebig und überzeugen mit einer wertigen Optik!
 

Foto: © Ron Porter Pixbay

 
Veröffentlichung in der Online-Ausgabe HIPPO 2/2019.

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