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Technik am POS oder: Was die Zukunft wohl bringt?

Wir tragen smarte Kleidung, fahren intelligente Autos und wohnen im vernetzten Heim, in dem längst Alexa das Sagen hat. Klar, dass sich auch im Handel das Rad der Zukunft schnell weiterdreht. Nicht alles, was geht, wird im kleinen und mittleren stationären Handel zu finden sein. Aber: Die Digitalisierung wird sicherlich nicht vor der Ladentür Halt machen.

Foto: © Adobe


Online oder offline:
Shoppen im Netz oder stationär?

Das strikte Entweder-Oder wird es künftig immer weniger geben. Warum?
Zum einen weil der Einzelhandel vor Ort zunehmend digitale Services anbieten wird. Zum anderen weil Onlineshops die Bedeutung des stationären Handels erkannt haben und nun ihrerseits in die Geschäfte drängen. Im Fokus steht mittlerweile die Vernetzung der Online- und Offline-Welt im Handel. Gefragt ist hier die sogenannte Multi- oder gar Omni-Channel-Strategie, die den Kunden auf allen Kanälen anspricht und aktiviert, und genau die schlägt sich nieder im Cross-Retail.
 
Multi-Channeling-Handel:
Strategie, den Kunden auf mehreren Kanälen unabhängig voneinander anzusprechen.
 
Omni-Channeling-Handel:
Strategie, den Kunden auf allen verfügbaren Kanälen anzusprechen.
 
Cross-Channeling-Handel:
Strategie, den Kunden auf mehreren Kanälen anzusprechen, wobei die Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind.
 
Der Deal von heute: Digital In-Store
Der traditionelle POS hat es schwer: Denn wie soll er dem Kunden dieselbe Flexibilität, Interaktivität und Einfachheit bieten, wie er es am PC und sogar am Smartphone findet? Die Antwort lautet: mit einem Digital In-Store! Der Digital In-Store bezeichnet die Gesamtheit aller digitalen Tools, die am POS dazu beitragen, die Kundenstimmung und -erfahrung zu verbessern und gleichzeitig den Kaufakt und den Umsatz zu fördern. Digital In-Store ist mehr als nur Präsentationsbildschirme am POS: Es zeichnet sich vor allem durch die Interaktivität aus, die sie weckt. Wie können Retailer von Digital In-Store profitieren? Kunden wollen sich auch heute ihr Kauferlebnis am POS nicht nehmen lassen. Es geht heute vor allem darum, den Kunden beim ersten Kontakt im Laden sofort zu binden, zu begeistern und ihn durch seinen weiteren „Customer Journey“ zum Kaufakt zu begleiten. Digital In-Store kann den Händlern dabei helfen, den POS in ihr Multichannel Marketing zu integrieren und somit Umsatz zu generieren.
 
Digital In-Store kann verhindern, dass Kunden am POS lediglich Produkte ausprobieren, um später bei billigeren Anbietern im Internet zu kaufen. Davon sind besonders Produkte betroffen, die ein hohes Fehlkaufrisiko bergen wie beispielsweise Reitstiefel oder Helme. 
Im Digital In-Store können Kunden den Einkauf so gestalten, wie sie es wünschen: Sie können das Produkt kaufen, jetzt mitnehmen oder sich zuliefern lassen. Sehr praktisch, wenn man gerade nur zu Besuch in der Stadt ist.
Digital In-Store kann eine Reihe von willkommenen Kundenservices bieten: von Produktinformationen über interaktives An- und Ausprobieren bis zur Kaufberatung. Mit Unterhaltung durch kundenspezifische Aktionen oder Gewinnspiele sorgt Digital In-Store für positive Erlebnisse der Kunden und für eine mögliche Kundengewinnung für den Einzelhändler.
FAZIT: Digital In-Store offeriert eine Reihe Einsatzmöglichkeiten, um das Merchandising zur Darstellung der Produkte am POS zu bereichern!
Besten Dank dem Team von Crossretail, http://crossretail.de
 
Ja zum digitalen Ladengeschäft
Für den stationären Handel ist es überlebenswichtig, dass er auf das moderne Konsumentenverhalten reagiert und sich digital stark aufstellt. Denn das möchten die Kunden. Einer Umfrage zufolge erwarten 60 Prozent der Kunden, dass der stationäre Handel in digitale Technik investiert. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter mehr als 500 stationären und Online-Händlern, die der Digitalverband Bitkom beauftragt hat. Hauptgeschäftsführer des Bitkom, Dr. Bernhard Rohleder, formuliert die Anforderung an den stationären Handel so: „Es geht darum, die digitalen Kanäle intensiv und intelligent zu bespielen, neue Services anzubieten und die internen Prozesse zu optimieren.“ Der personalisierten und individualisierten Kommunikation mit den Kunden kommt dabei besondere Bedeutung zu. Dazu muss der digitale Laden den Kunden mitsamt seinem hinterlegten Profil gewissermaßen (wieder-)erkennen können.

Technik macht Spaß
Moderne Technik am POS kann zum einen den ganz normalen Standard-Einkauf vereinfachen. Indem Infos zügig bereitgestellt werden, Bedarf abgeklärt oder Bestellungen zeitnah abgewickelt werden. Technische Errungenschaften oder digitale Services am POS können aber auch ein perfektes Einkaufserlebnis kreieren und das viel propagierte Eventshopping wirkungsvoll unterstützen. Letzteres ist eine Maßnahme, mit der sich insbesondere der stationäre Handel ein Alleinstellungsmerkmal verschafft. „Den modernen POS zeichnet aus, dass ich einen Mehrwert gegenüber dem Onlinekauf erfahre, der es rechtfertigt, dass ich diesen POS besuche. Es gibt beim stationären Handel ja Dinge, die ich online nicht tun kann: Anfassen, Ausprobieren, Riechen, Schmecken, Hören.“ Peter Dräger, Präsident der POS Marketing Association.
 

Foto: © pixabay

 
„Avatar, probier die Reithose an!“
Sie ist auch als Folterkammer bekannt, die Umkleidekabine, die Ihre Kundin wohl oder übel betreten muss, wenn sie sich in das neueste Modell der Bodyfit-Reggins in zartrosé hineinschlängeln möchte. Nicht jede Kundin kommt damit ganz glücklich wieder hinter dem Vorhang hervor. Und nicht jede bringt jetzt Kraft und Mut und Ausdauer auf, sich alternativ in die beige Slimline mit Silikonprints zu wagen. Bei Ihnen wird die Tortur des Anprobierens künftig eine chillige Angelegenheit. Denn: Während Ihre Kundin entspannt
am Prosecco nippt und auf dem Smartphone virtuell ihre personalisierte Schabracke designt, springt ihr Avatar ein und eben in besagte Reggins. Nun kneift es eben nicht an der eigenen Taille, sondern spannt überm Popöchen des Bodydoubles – und das fühlt sich deutlich besser an als das Presswurstfeeling allein und verloren im Neonlicht. Alles nur ein schöner Traum? Mitnichten. Zu den Errungenschaften der digitalen Services rund um den POS gehören auch genau solche Avatars, die in die Figur des Kunden schlüpfen. Eingescannt oder Maß notiert und gerne auch in vorprogrammierten Lieblings-Modestil.  
 

Foto: © Angelo Esslinger_pixabay.de

Displays und Monitore
Der POS ist nicht mehr wie früher automatisch der Point of Decision. Das Internet lässt grüßen. Denn die meisten Kunden informieren sich vor dem Gang in den stationären Handel, vergleichen Produkte samt Features und Preisen, verbringen Zeit in entsprechenden Foren und sammeln kräftig Schwarmwissen. Trotzdem kann – und sollte – am POS immer noch mit gezielten digitalen Marketingmaßnahmen erfolgreich agiert werden! Digitale Werbedisplays setzen genau hier an. Denn sie wirken wie digitale Plakate und strahlen Werbebotschaften mittels Bewegtbildern zielgruppenspezifisch aus. Dadurch wird die Aufmerksamkeit der Kunden schnell erweckt und effektive Kaufimpulse werden gesetzt. Interaktive Touch-Displays erhöhen den Erlebnisfaktor und die Verweildauer am POS. Mit touchfähigen Werbedisplays können Sie Ihre Store-Fläche digital erweitern, so dass sich Ihre Kunden direkt am POS beispielsweise über Ihr Unternehmen informieren, aktuelle Angebote einholen und nicht vorhandene Ware direkt und eigenhändig bestellen können. Ein echter Kassenschlager sind spezielle Kassendisplays. Warum diese Monitore so erfolgreich sind?  Es ist die Wartesituation an der Kasse, die den Kunden empfänglich für Werbeinhalte macht. Darum eignen sich Kassendisplays optimal, um über Mitnahmeartikel, Kundenbindungsmaßnahmen und anstehende Aktionen zu informieren.
 
Satt und blind?
Auch wenn es sicherlich richtig ist, dem stationären Fachhandel ein zeitgemäßes Makeover in Sachen technischer Finessen zu gönnen und ihn so fürs Eventshopping 2020 fit zu machen, so sollte man auch die Kritiker hören, die bereits jetzt vor einer Übersättigung oder der sogenannten „Digitalen Erblindung“ warnen und allem eHype zum Trotz behaupten, das einzig Entscheidende, was der Kunde an Future-Tec am POS wünsche, sei ein reibungsloser Check-out. Getreu dem Motto „Yes we scan“ wünschte sich nämlich ein Großteil der Kundschaft die Möglichkeit, den Bezahlvorgang eigenständig zu absolvieren. Er möchte also lieber eines von mehreren SB-Zahlungsterminals ansteuern und zügig passieren, als sich zwei Minuten in der Warteschlange zu gedulden. Der Blick auf den bewegten Bildschirm hingegen oder der Touch auf eben denselben, all das sei für viele – noch oder schon wieder – Spielerei...
 
Technik für den Händler
Zu den angesagten Digi-Features, die in erster Linie den Arbeitsalltag des Einzelhändlers erleichtern, gehört ein ausgefeiltes Warenwirtschaftssystem anstelle der simplen Abrechnungskasse. Ein modernes Dashboard als Analyse-Werkzeug zentraler Leistungskennzahlen, so dass solide datengetriebene Unternehmensentscheidungen getroffen werden können. Auch eine reibungslose E-Commerce-Anbindung ist als ideale Erweiterung für Ihr stationäres Geschäft ratsam. Dadurch öffnen Sie Ihr Geschäft der ganzen Welt und verkaufen zudem rund um die Uhr.
 

Veröffentlichung in der Print-Ausgabe HIPPO 4/2019 

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