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Souvenirs, Souvenirs: Tierische Juwelen

Schmuck aus Pferdehaar, Hundefell, Zähnen, Horn und Asche stellt ein ganz besonderes Andenken an den tierischen Partner dar.

© PP Schmuck

 

Schmuckes Flechtwerk

Er ist an sich schon eine wahre Pracht: der Pferdeschweif. Immer öfter werden einzelne Haarsträhnen dazu verwendet, Schmuckstücke herzustellen. Und zwar ganz besondere! Jedes Pferdehaar ist schön und einzigartig. Egal ob einfarbig oder marmoriert. Ob vom Rappen oder Schimmel.  Zudem lässt sich solch ein Flechtwerk prima verzieren. Mit kleinen Anhängern, Perlen oder Edelsteinen. Und die Verschlüsse geben dem hochwertigen Design den letzten Schliff.
 
Härtetest bestanden
Schmuckdesignerin Petra Penzkofer erklärt: „Pferdehaar ist sehr strapazierfähig. Das Haar wird sehr fest geflochten und mehrfach verleimt. Um sehr lange Freude daran zu haben, sollte man trotzdem starken mechanischen Abrieb vermeiden, da die Haare sonst brechen können.“ Die Goldschmiedin fertigt die Silberhülsen zum Verschließen der geflochtenen Stränge immer passend per Hand an. Das macht sie ganz besonders haltbar. Wie lange ein Armband im Einzelnen ganz konkret hält, hängt von der Beschaffenheit des Haares ab und natürlich, wie stark es beansprucht wird. „Bevor ich die ersten Pferdehaar-Armbänder für Kunden anfertigte, habe ich meiner Tochter ein Test-Armband gemacht, erinnert sich die Künstlerin.“ Das Armband sollte die Tochter ständig und bei allem, was sie tat, tragen. Also war es beim Reiten, Ausmisten, Duschen, Schwimmen gehen, Party machen – einfach immer – mit von der Partie. „Es dauerte ganze zwei Jahre, bis die ersten paar Haare abgebrochen waren“, berichtet Penzkofer. „Mein erstes Armband, das ich überhaupt angefertigt habe, stammt von meinem Herzenspferd, das leider nicht mehr lebt. Deshalb behandle ich es pfleglich, trage es nur zum Ausgehen und nicht bei der Stallarbeit. Es ist jetzt schon mehr als 15 Jahre alt und noch immer sehr schön und ohne Haarbruch“, so die Künstlerin. Wenn sich der Haarspender noch bester Gesundheit erfreut, dann besteht natürlich die Möglichkeit, mal wieder eine Strähne abzuschneiden und neu in das Armband zu arbeiten.
 
 

© Ute Becker pixabay

Robust, aber anschmiegsam
Petra Penzkofer findet „Pferdehaar sehr angenehm zu tragen. Es formt und schmiegt sich bei Körperwärme wunderbar ans Handgelenk an. Die Gefahr, dass man mal hängenbleibt, gibt es natürlich wie bei jedem anderen Armband auch. Aber dass man dabei die Haare herauszieht, ist eher selten, da ich die Flechtung mit viel Kraft sehr eng mache. So stehen keine lockeren Haare heraus.“ Sollte mal ein Haar abbrechen, dann kann das natürlich pieksen, aber dann schneidet man das überstehende Haar einfach mit einer Nagelschere ab. Pflegen muss man so ein Haar-Armband eigentlich nicht großartig: bei Verschmutzungen einfach mit lauwarmem Wasser und mildem Shampoo waschen. Zum Trocknen auf ein Tuch legen. Bitte nicht auf die Heizung! Heißes Wasser, Spül- oder Putzmittel, Saunagängen und Chlorwasser sollten vermieden werden. Die Fachfrau erläutert: „Das Armband ist zwar mehrfach verleimt, aber auf Dauer würde so doch der Kleber angegriffen werden. Dass die Silberteile an der Luft nachdunkeln, ist völlig normal. Einfach mit einem Silberputztuch abreiben. Trägt man das Armband nicht, sollte es vor Motten geschützt aufbewahrt werden.“
 
Strähnchen schneiden
Und was benötigt Petra Penzkofer von ihren Kunden zum Anfertigen beispielsweise eines Pferdehaararmbandes? „Dafür brauche ich eine gut fingerdicke Strähne vom Schweifhaar Ihres Pferdes.“ Dazu greift man am besten in den Schweif und schneidet nah am Ansatz eine fingerdicke oder wenige dünnere Strähnen heraus. Das hört sich vielleicht auf den ersten Blick martialisch an, aber diese Menge fällt bei normal dicken Schweifen gar nicht auf. Wer ein Pferd mit sehr übersichtlichem Schweifhaar hat, der sollte wirklich nur wenige Haare abschneiden und diese mit Schweifhaaren aus dem Bestand der Schmuckherstellerin mixen. Strähnen aus diesem haarigen und vielfarbigen Lager kommen auch zum Einsatz, wenn jemand kein eigenes Pferd besitzt, sich aber mit solch einem besonderen Schmuckstück ausstaffieren möchte. „Wer keine Haare abschneiden will und viel Geduld hat, kann auch einfach die ausfallenden Haare beim Kämmen sammeln“, gibt Penzkofer einen weiteren Tipp zum Haare-Rekrutieren. „Die Haare sollten möglichst gleichlang, sauber und gekämmt sein. Binden Sie die Haare nur zusammen und flechten Sie diese noch nicht!“  
 
Emotionale Momente
Zusätzlich zum reinen Material benötigt die Künstlerin persönlichen Input: „Besondere Kundenwünsche sind immer herzlich willkommen. Wenn ich zudem die Möglichkeit habe, mal eine Kundin persönlich kennenzulernen, so ist das meistens ein besonderer Moment und der kann auch schon mal sehr emotional werden. Es kann durchaus vorkommen, dass ich gemeinsam mit der Kundin ein paar Tränen vergieße, weil die Trauer über das verstorbene Pferd so groß ist und die Haarsträhne das letzte Andenken ist. Umso größer ist dann die Freude über das Schmuckstück, das zu tragen ein kleiner Trost ist.“  
 

© Isabell Delsor

  

Kunst mit Technik

Isabell Delsor designt neben Schmuckstücken aus geflochtenem Pferdehaar auch hübsche Teile in der traditionellen Hitch-Technik. Hitchen bezeichnet eine Wickeltechnik mit Pferdehaaren. Aus einem großen Bündel werden etwa zehn Haare gezupft, geknotet und dann verzwirnt. Diese Stränge werden um eine Baumwollschnur gelegt, die schlauchförmig um einen Stock läuft. Eine sehr arbeitsintensive Technik, die insbesondere in der Westernszene zuhause ist, handelt es sich doch um eine alte Cowboykunst.
 
Übrigens: 
Wenn das Pferdehaar-Armband nass ist, riecht es nach Pferd, das verschwindet aber mit dem Trocknen wieder. ACHTUNG! Billigschmuck erkennt man an viel zu locker geflochtenem Haar, das nicht passgenau in die Verschlusshülsen geklebt wurde. Die Verschlüsse haben meist sehr dünne, oft offene Verbindungsösen, die sich leicht mal aufbiegen können. Hier wird das Haar passend zum Verschluss geflochten. Besser ist es, die Verschlüsse passgenau für den geflochtenen Haarstrang zu fertigen. Wichtig ist auch die Verwendung von Edelmetall wie Gold und Silber. Aus Edelmetall gefertigte Schmuckstücke kann man immer wieder reparieren, wogegen die defekten unechten Schmuckstücke in der Regel nicht mehr zu retten sind.
 
 

© Daniela Goette Schmuckdesign

 

Scharfe Anhänger

Wer es nicht so haarig, sondern eher bissig mag, wählt Schmuck aus Pferdezähnen. Hieraus lassen sich wirklich auffällige Designerstücke fertigen – da die Zähne verhältnismäßig groß sind und viel Spiel bieten. Über ihre Arbeit mit Pferdezähnen sagt Petra Penzkofer: „Jeder Zahn ist etwas unterschiedlich in seiner Form und in der Maserung einzigartig. Allen Zähnen gemein ist, dass sie aus sehr hartem Material bestehen, so dass ich sie mit Diamant-Trennscheiben und -Schleifwerkzeugen bearbeiten muss. In Form geschliffene und polierte Zähne haben eine wunderschöne, leicht gemaserte Oberfläche, die im gefassten Zustand ähnlich wie polierter Marmor aussieht. Auch die besondere Struktur einer Kaufläche sieht als Schmuckstück gefasst sehr hübsch aus.“  Da Zähne naturbedingt oft unschöne Stellen aufweisen, können diese auf Wunsch mit Blattsilber oder 23 Karat-Blattgold kaschiert werden. Zähne lassen sich beispiels-weise in Herz- oder Tropfenform geschliffen als Anhänger fassen. Darüber hinaus können Zahnstücke in ein Pferdehaar-Armband eingebaut oder als Schlüsselanhänger aufbereitet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, den Zahn mit Silberdraht zu umschließen und daraus einen Anhänger zu arbeiten. Hierzu wendet man eine spezielle Technik an, die „wire wrapping“ heißt. Dabei wird Echt- Silberdraht (925er Sterling- oder 999,9/000 Feinsilber) kunstvoll in verschiedenster Weise um den Zahn gelegt, gewickelt, verdreht, gerollt und gebogen.
 
 

© Isabell Delsor

 

 

Huf, Horn, Perle

Viel weniger bekannt als der Schmuck aus Pferdehaar ist die Tatsache, dass man aus Hufhorn ebenfalls wunderschöne Stücke designen kann. Schwer vorstellbar, wenn man bedenkt, wie „hart im Nehmen“ solch ein Huf im Alltag sein muss und wo er überall drin steht... Aber: Es geht! 
„Bei der Gewinnung von Hufhorn muss man etwas Glück haben, dass der Huf gut gewachsen ist und der Hufbearbeiter ein gutes Stück abzwicken kann. Je größer, desto schöner und größer wird die Perle. Sie besteht normalerweise aus einem Stück. Zwei Hufsplitter zu kombinieren, ist sehr aufwändig“, beschreibt Isabell Delsor die Basis für den Schmuck aus Horn. Sie bringt das gut getrocknete Horn mit Hilfe eines Dremels (Multifunktionswerkzeug) in Form. Danach wird in mehreren Schritten ge­schliffen, geschmirgelt und poliert, um kleinste Kratzer zu entfernen und alles zu glätten. „Als Finish bearbeite ich die Perle mit einer Polierpaste. So bringe ich das Stück zum Glänzen. Dabei verwende ich keine Chemie oder Lacke. Es ist meiner Erfahrung nach auch nicht notwendig, Konservierungsstoffe einzuarbeiten.“ Die Herstellung, das kann sich jeder vorstellen, der schon mal bei einer Schmiedesession assistiert hat, ist durchaus mit einer kräftigen Geruchsentwicklung verbunden. Die endet aber, sobald das Horn zur Ruhe kommt. In der Handhabung des hornigen Materials gibt es keinen Unterschied zwischen hellem und dunklem Horn. Unterschiede aber gibt es bei der Bearbeitung vom Horn beschlagener und unbeschlagener Pferde. Isabell Delsor: „Das Horn von beschlagenen Hufen neigt dazu, zu bröckeln. Die Bearbeitung ist insofern schwierig, weil die Stücke dann meist recht klein sind.“ Genauso wie bei den Schmuckstücken aus Pferdehaar handelt es sich auch bei den Hufhornperlen um ein Naturprodukt. Deshalb sollten sie pfleglich behandelt werden. „Ich empfehle immer, dass solch eine Perle nicht zu oft nass wird, da das Horn dadurch strapaziert wird.“
 
Asche im Herzen
Eine sehr würdevolle Erinnerung an Ihr verstorbenes Pferd sind Amulettanhänger mit der Asche des Pferdes. Seit knapp drei Jahren ist es auch in Deutschland erlaubt, sein Pferd einäschern zu lassen. Bevor Sie Ihr Pferd in ein spezielles Tierkrematorium überführen lassen, müssen Sie allerdings eine Ausnahmegenehmigung vom örtlichen Veterinäramt einholen. In einer stilvollen Urne können Sie die Asche Ihres Pferde nach Hause holen. Einen Teil davon können Sie auch in ein Schmuckstück einarbeiten lassen: So tragen Sie den geliebten Vierbeiner immer bei sich. Dieser ganz besondere und individuell bedeutsame Schmuck ist gewissermaßen eine Art Mini-Urne in außergewöhnlicher Form: Als Kettenanhänger, als Ring, Armband oder als winzige Statue. Beim Prozedere der Herstellung unterscheiden sich die Anbieter. Manche arbeiten die Asche gleich mit ein, andere bereiten das Schmuckstück so vor, dass man es mit Hilfe eines beiliegenden Befüll-Kits selber finishen kann. Es gibt zudem die Möglichkeit, die Asche zu einem Diamanten pressen zu lassen. Auch dieser kann als Kettenanhänger getragen oder als Deko von Ring, Armband oder Brosche designt werden.

© Lills Dog Blog

 

Wau – flauschige Erinnerung

Selbst wenn die langhaarigsten Hunde nicht über zentimeterstarke Strähnen verfügen, so gibt es dennoch die Möglichkeit, softe Souvenirs zu kreieren: Das Hundefell lässt sich nämlich filzen. Je weicher und länger es ist, desto leichter. Am besten eignet sich generell herausgekämmte Unterwolle. Kurz- oder drahthaariges Fell muss auf jeden Fall mit spezieller Filz- oder Schafswolle gemischt werden. Schmuckdesigner, die sich auf Kunstwerke mit Hundefell spezialisiert haben, bieten neben den einfachen Fellkugeln Vielfalt in Form und Verarbeitung an. 
Ob aus dem gefertigten Fellfilz Stränge zu Kette oder Armband geflochten werden oder die Teile flächig designt werden, entscheidet der Auftrag! Wichtig ist bei der Bearbeitung von Fell die primäre Reinigung. Nur so lassen sich unangenehme Tiergerüche vermeiden und die Haltbarkeit gewährleisten. 
 
Eine würdige Erinnerung an verstorbene Haustiere 
Die Schiefertafeln mit individueller Laser­gravur von Laser Memories sind eine bleibende Erinnerung an geliebte Haustiere. Gerade für Hunde bietet Laser Memories eine große Auswahl fertiger Layouts an, die nur noch durch den personalisierten Text ergänzt werden müssen. So gut wie jede Hunde­rasse ist darin vertreten. Aber auch hier können natürlich eigene Bilder hochgeladen werden und Andenken an Pferd, Hund oder Katze erstellt werden. www.lasermemories.de 
 

© NiaMoi Glasperlenschmuck

 
Schön vernagelt
Kunstwerke aus Hufeisen sind allseits beliebt, schließlich sehen sie nicht nur gut aus, sondern bringen auch Glück. Als Schmuck hingegen eigenen sie sich aufgrund von Größe und Gewicht natürlich nicht. Aber: die Beschlagsnägel! Hier kann man genutzte Nägel – mit entsprechender Patina – verarbeiten lassen und hat so ein ganz besonderes Erinnerungsstück wie zum Beispiel an einen herausragenden Erfolg, der mit dem Beschlag erritten wurde. Wer nur die Hinwendung zum Reit­sport zeigen möchte, kann auch Schmuck von noch unbenutzten Nägeln auswählen. Mit den Nägeln lässt sich tatsächlich allerhand anstellen. Zunächst wird der Designer die gebrauchten Nägel sorgsam reinigen und dann die Oberfläche so behandeln, dass sie erstens nicht rostet und zweitens ein wertiges Antlitz bekommt. Kupfer- oder Silberüberzüge sind dabei im Trend. Ob die Nägel ihre gerade Form beibehalten, ob sie gebogen, gedreht oder miteinander verschweißt werden, all das ist Sache des gewünschten Modells.
 
 
Step by step
Geflochtenes Armband aus Schweifhaaren
 
Sie benötigen: Schweifhaare, Schere, ein Zopfgummi, starken Alleskleber, einen zweiteiligen Kettenverschluss, dünne Gummihandschuhe und ein Zentimeterband.
 
Die abgeschnittenen Schweifhaare mehrfach gut waschen und sorgsam trocken. Die saubere Strähne gut bürsten. Haare, die kürzer als mindestens 30 Zentime­ter sind, rigoros entfernen, da bei ungleich langen Haaren die kürzeren später herausstehen. Den Strang nun mit einem Zopfgummi zusammenbinden. Drei Zentimeter sollten an diesem Ende überstehen. Diese werden nun sauber abgeschnitten. Füllen Sie den Schmuckverschluss mit starkem Kleber und drücken Sie anschließend das gerade bearbeitete Ende des Stranges hinein. Lassen Sie das Ganze lange genug trocknen und entfernen dann das Haargummi. Fixieren Sie den Verschluss an der Tischkante und flechten den Zopfstramm bis zur gewünschten Länge flechten. Diese richtet sich nach der Länge von Armband oder Kette. Bedenken Sie, dass der Verschluss den Strang ein wenig länger werden lässt als das rein geflochtene Stück! Binden Sie den geflochtenen Zopf mit einem Haargummi eng zusammen und beträufeln Sie das Ende mit Kleber, so dass die Haare zusammenbleiben, wenn Sie das Haargummi später entfernen. Kappen Sie auch hier ein glattes Ende mit der Schere. Nun wird der Verschluss mit Kleber gefüllt und wenn die verklebten Haare trocken sind und das Haargummi abgezogen ist, wird der Zopf in den Verschluss gedrückt. Und dann heißt es ein letztes Mal warten, bis alles durchgetrocknet ist.
 
Goldschmiedin Petra Penzkofer meint: „Es gibt im Internet viele verschiedene Verschlussarten und Verschlusshülsen, die man teilweise sehr günstig einkaufen kann. Wenn man genügend Pferdehaar zur Verfügung hat, geschickt ist im Haareflechten und eine lange Haltbarkeit nicht unbedingt oberste Priorität hat, dann kann man sicherlich sehr preiswert ein einfaches Armband selber herstellen. Eine Schwierigkeit dabei ist, dass sich die Herstellung eines Armbandes über mehrere Tage zieht, da die Haare nach jedem Verleimen/Verkleben erst mal etliche Stunden aushärten müssen, bevor sie weiterverarbeitet werden können. Auch die Straffheit des Flechtwerks ist eine Herausforderung.“
 
Schlichter Kugelanhänger aus Hundefell 
 
Sie benötigen: Weiches Hundefell/-unterwolle, Wasser, Kleber, Pfeil oder Holzspieß. 
 
Waschen Sie das Fell mehrfach und lassen es trocknen. Zupfen Sie einen genügend großen Teil Fell aus Ihrem Vorrat und rollen Sie diesen mit feuchten Händen zu einer kompakten Kugel beliebiger Größe. Tauchen Sie den kleinen Fellball in ein Glas mit einem Gemisch aus Kleber und Wasser (1:1), so dass sich die Kugel damit vollsaugt. Dann drücken Sie diese vorsichtig aus und lassen sie komplett durchtrocknen. Durchstechen Sie die getrocknete Fellkugel mittig mit dem Spieß, damit eine Lederschnur oder eine Kette hindurch passt. Ziehen Sie diese durch die vorbereitete Kugel. Fertig! Natürlich können Sie weitere Verzierungen auffädeln oder die Kugel mit Perlen oder Silberanhängern aufpimpen.
 
Übrigens: Viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie zahlreiche Tutorials auf YouTube begleiten Sie online auf Ihrem Weg zum Schmuckdesigner.
 
 
Erinnerung im Glas
Eine schöne Möglichkeit, persönliche Souvenirs vom vierbeinigen Freund aufzuheben und sie nah am Herzen zu tragen, ist das Einschließen von Erinnerungsmaterial in eine kleine Glaskugel. Dazu werden die Insignien – Haar, Fell, Zähne, Asche, Federn – in eine winzige, jedoch leidlich robuste Glaskugeln eingeschlossen. Durch das Einfüllen des Haars in die gläsernen Minibehälter ergeben sich ganz von selbst kleine Muster und Kunstwerke. Gerade für Materialien, die sich nicht so leicht zum direkten Herstellen von Schmuck eignen – wie beispielsweise das Pferdefell oder auch auch Haar von kurz- oder drahthaarigen Hunden – ist das Einschließen in ein Amulett oder eine gläserne Kugel eine prima Möglichkeit der Aufbewahrung.
 
Besten Dank an Petra Penzkofer, 
www.pp-schmuck.de, und herzlichen Dank auch an Hobby-Schmuck­designerin Isabell Delsor. 
 
DIY-Juwelier
Waschen, schneiden legen – so lautet die Reihenfolge beim Friseur. Schneiden, waschen, legen – so herum geht’s in Ihrem eigenen „Atelier für Pferdehaarschmuck“, das Sie vielleicht im Rahmen eines Kunden-ComeTogethers mal eröffnen könnten.
 
Veröffentlichung in der Ausgabe HIPPO 10/2019 

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