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Völlig von den Socken

Machen Sie Ihren Kunden Beine und hauen Sie sie mit dem perfekten Strumpf-Sortiment mal so völlig aus den Socken.


© Reitstrümpfe von
USG United Sportproducts Germany GmbH
www.usg-reitsport.de

© Reitstrümpfe von USG United Sportproducts Germany GmbH www.usg-reitsport.de

Silberne Socken

Sie gelten als Vorreiter in Sachen antibakterielle Socken: die Silbersocken. Ob mit Silberfasern, Silberionen oder Nanosilber – Socken mit Silberanteil versprechen erste Hilfe gegen Schweißfüße und deren unangenehmen Geruch. Sie sind damit eine wichtige Ergänzung zu Ihrem traditionellen Sommer-Socken-Sortiment im kommenden Jahr. Aber Achtung: Verzichten Sie auf den Verkauf von  Nanosilber-Socken. Warum? Die Nanopartikel sind so winzig, dass sie sogar kleiner sind als menschliche Zellen. Es besteht also die Gefahr, dass diese Kleinstspuren über die Haut in den Körper dringen, und das darf nicht sein. Bei Fußtextilien mit eingewebten Silberfäden besteht dieses Risiko nicht. Wenn Sie Socken mit Silberionen verkaufen, sollten Sie wissen, dass sich die Ionen beim Reinigen nach und nach herauswaschen – und damit auch der Sil­berionen-Effekt flöten geht. Noch weniger bekannt, aber nicht weniger wirksam sind übrigens Socken und Strümpfe mit Kupferfasern. Und – für ganz Wagemutige mit Hang zu Schweißfüßen: Bambus­socken, Leinensocken oder Einlegesocken aus Zedernholz. 
 
Technical Trends
Atmungsaktiv sind die modernen Stümpfe und Socken, die zumeist aus einem Gemisch diverser Wollen und Kunstfasern bestehen. Gemixt wird künstlich Elastisches mit Nylonfäden und während der warmen Jahreszeit mit leichter Baumwolle, während der Eiszeit mit flauschiger Merinowolle. Verstärkte Sohlen, Silikonprints für den perfekten Grip im Stiefel oder auch griffige Wadenbesätze, um die Strümpfe auch mal ohne Stiefel oder Chaps zu tragen – Strümpfe werden tatsächlich zuneh­mend spezieller auf den Reitsport zugeschnitten. Hier können Sie den Mehrpreis sicherlich durch den Hinweis auf die „technical features“ verkaufen.
 
Beine unter Druck
Sie sind gerade bei Dressurqueens äußerst beliebt: moderne Kompressionsstrümpfe. Die nämlich setzen angelaufene Beine ganz schön unter Druck: Warum? Sie pressen die Venen in den Beinen zusammen. Dadurch können die Venen das Blut wieder effektiver zum Herzen hin transportieren. Außerdem sackt weniger Flüssigkeit ins Gewebe ab, Knöchel und Beine schwellen nicht mehr an. Hinsichtlich des Tragekomforts präsentieren sich die sportlichen Schlankmacher jedoch etwas engstirnig und wenig bequem.

Gar nicht kleinkariert
Inzwischen machen ganz unterschiedliche Designs Reitern Beine: Ob Farbknaller in strahlendem Uni oder dezente Variante in dualer Optik, die Bandbreite ist länger als ein auseinandergezogenes Nylon! Smileys, Blümchen oder kleine Glücksbringer – Print ist (S)Trumpf und tritt schlechter Laune kräftig auf die Füße. Ein Hauch Glitter hier, ein Firmenlogo dort – fertig das edle Statement und das Ja zu starken Marken. Ein echter Hin­gucker: Hufstrümpfe in 3D-Optik – was für ein Auftritt, den man natürlich auch als Adler, Tiger oder Elefant haben kann. „Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben“ – dieses Sprichwort stand sicherlich Pate für per­sonalisierte Strumpfmode mit fotogenen Gesichtern. Es muss aber ja nicht immer das eigene Profil sein, sondern gerne auch das von Freund, Pferd oder Trainer...
 
Design am Bein
Dass Reiter auf leisen Socken daherkommen, kann man nun wirklich nicht behaupten. Schließlich gehören Kniestrümpfe in häufig farbstarken Karokombis seit Jahrzehnten zum absoluten Szenelook. Hier waren die Pferde­s­portler ganz klar Vorreiter, haben den Trend zum mutigen Drüberziehen kultiviert und die coolen Karos von der Stallgasse auf den Catwalk gebeamt. Ob in London, Paris oder New York, man zeigt Bein! Der feine Unterschied: Tragen Reiter ihre Socken zu rustikalen Boots, zu Stiefeletten oder im Stiefel, so wagen echte Fashionistas den karierten Tritt sogar in die Sandale. Kann man mögen. Muss man aber nicht. 
 
Süßes Plus für Strümpfe und 
Socken für Reiter: 
Sockenclips in Apfelform.
Bei so partnerschaftlich verbundenen Socken haben strumpffressende 
Waschmaschinen keine Chance, die 
Paare zu trennen und einzeln in ihren Schlund zu ziehen.

Süßes Plus für Strümpfe und Socken für Reiter: Sockenclips in Apfelform. Bei so partnerschaftlich verbundenen Socken haben strumpffressende Waschmaschinen keine Chance, die Paare zu trennen und einzeln in ihren Schlund zu ziehen.
© www.falke.com

Langes Warmes
Eisbeine gehören auf den Teller. Im Stall haben sie hingegen nichts zu suchen. Auch nicht bei erfrischenden Minusgraden. Um Ihren Kunden Frostfüße und Eisbeulen von vornherein zu ersparen, bieten Sie Thermowaren an: als Socken oder Strumpf, als Strumpfhose oder Leggins und zusätzlich auch als Einlegesohle. Sowohl dünne als auch dicke Thermoware sollte im Angebot stehen, denn: Trägt man bei moderaten Außentemperaturen zu dicke Socken, kommen die Reiterfüße doch schnell ins Schwitzen. Sprechen Sie beim Verkauf von dicken Thermosocken und -strumpfhosen immer auch die Größe der Stiefel an. Häufig sind die Stiefel so angepasst, dass ein voluminöser Strumpf einfach nicht genügend Platz hat und der Stiefel an Fuß und Bein spannt. Die notwendige Luftschicht als Dämmzone gegen Kälte findet keinen Raum. Ergo: Die Füße bleiben trotz teurem Funktionstextil kalt. Ihre Chance, nicht nur Thermosocken, sondern möglicherweise auch noch ein paar (Winter-)Reitstiefel zu verkaufen.
 
Wäsche-Wissen
Socken und Strümpfe gehören als absolute Basics zu der Alltagswäsche, die tagtäglich in die Wäsche­trommel wandert, über deren Reinigung und Trocknung man sich aber nun wirklich keine großen Gedanken macht. Ein Fehler: Damit Ihre Kunden an modischem Beinwerk oder textilen Funktionsfüßlingen lange Freude haben, trumpfen Sie ruhig einmal mit Wäsche-Wissen auf, denn das sollte – so vermitteln es Traditionsunternehmen wie Falk oder Ergee – profunder sein als angenommen. Die Socken sollten auf links gedreht werden, damit man auch dem letzten Hautschüppchen auf die Schliche kommt. Im schützenden Wäschesäckchen verstaut werden Socken und Strümpfe mit Vollwaschmittel ohne Bleich- und Weichspüler bei sanften 30, maximal 40 Grad gewaschen – im Schonwaschgang. Natürlich ist es furchtbar praktisch, die Strümpfe nach dem Waschen einfach in den Trockner zu werfen. Doch: Damit Ihr Kunde langfristig gut zu Fuß mit dem bequemen Basis-Equipment ist, sollte er dem Trockner-Tabu folgen und insgesamt pfleglicher mit dem Strumpf und Co umgehen als üblich. Zu heiße und aggressive Wäsche sowie das Powertrocknen in der Trommel setzen den Elasthan-Fasern nämlich ganz schön zu. Schnell verlieren die Beinlinge ihre softe Elastizität. Ob Sie Ihrer Kundschaft ernsthaft erläutern müssen, dass Socken in An­betracht der dabei weichenden Elastizität nicht gebügelt werden, hängt wohl in erster Linie davon ab, wie viele Pferde sie zu be­treuen hat. Aber im Grunde hat man ja schon bei einem einzigen Pferd keine Zeit für solche Abstrusitäten...

 

Sagen Sie mal, Dr. Holtschmit...

Jan Holger Holtschmit ist Chefarzt, Orthopäde, Reiter und er hat endlos lange Beine. Beste Voraussetzungen also, um als Experte Reiterbeine und entsprechendes Equipment unter die Lupe zu nehmen.
 
Sind Reiterbeine eigentlich besonderen Belastungen ausgesetzt?
„Nein, nicht wirklich! Wenn man davon absieht, dass ein Springreiter bei der Landung natürlich mit den Beinen sein Körpergewicht abfedern muss, ist die Reiterwade nicht wirklich beansprucht – denn die Beine sollen ja im Idealfall auch nicht krampfhaft angespannt sein und klammern, sondern sanft angelegt werden...“
 
Das bedeutet, bei Reitstrümpfen spielen vorrangig modische Aspekte eine Rolle?
„Natürlich sollte der Strumpf aus angenehmem Funktionstextil sein, also atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Darüber hinaus sollte er nicht einschnüren und keine unbequemen Nähte aufweisen. Aber das ist dann auch schon alles an erforderlicher Funktion.“
 
Was halten Sie von Kompressionsstrümpfen?
„Gegen diese Strümpfe ist absolut nichts einzuwenden. Gerade während der warmen Sommermonate kommen sie erfolgreich zum Einsatz: Über Tag laufen die Beine ja bei vielen Menschen an und abends nach Büroschluss kommt man dann nicht mehr in seine Reiterstiefel. Raten Sie Ihren Kunden, die Strümpfe bereits anzuziehen, bevor die Beine angelaufen sind. Und: Kompressionsstrümpfe sollten immer unter der Reithose getragen werden!“

© Elias Schäfer Pixabay

 

Gut gewappnet gegen Insekten

Echte Renner sind Anti-Zecken-Socken. Schließlich stapfen etliche Reiter tagtäglich durchs tiefe Weidegras und sind dort den lauernden Blutsaugern ausgesetzt. Sie sollten hier allerdings nur die neuesten Modelle im Angebot haben, bei denen gesichert ist, dass der Anti-Zecken-Wirk­stoff nicht mit der Haut des Trägers in Kontakt kommt. Der Hersteller Lindner beispielsweise bietet Anti-Insekten-Socken an, bei denen der Wirkstoff Permethrin in eine Lyocell-Cellulosefaser eingebunden ist und bei der Strumpfherstellung die sogenannte Plattierungstechnik zum Einsatz kommt. So zeigt das wirkstoffhaltige Garn nach außen, die dem Träger zugewandte Seite ist wirkstofffrei. Neben Anti-Zecken-Socken sind auch Anti-Mücken-Socken auf dem Markt.

„Sägespäne in den Socken – das hält den ärgsten Schweißfuß trocken“, der perfekte Spruch für Reiter, die ihre Pferde statt auf Stroh auf Späne stellen...

© Cingerdesign Pixabay

 

Alte Socken...

...können Ihre Kunden bei Halsschmerzen um den Hals wickeln – oder in einer gemeinsamen DIY-Aktion ver­basteln: beispielsweise zu einem Steckenpferd. Hier wandelt sich der ausge­stopfte Kopf mit etwas Fantasie und einigen Knöpfen und Wollhaaren in einen edlen Pferdekopf.

Veröffentlichung in der Online-Ausgabe HIPPO 8/2019

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