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Wellness – Wohlfühl-Anwendungen und Produkte

Foto: © Zanier Barbara Pixabay

Das ganzheitliche Wohlfühlen steht beim Wellness im Fokus der Anwendungen. Es geht hier nicht primär darum, Krankheiten zu beseitigen, sondern ganz allgemein das Wohlbe-finden zu steigern. Auch mit ebenso hilfreichen wie hochwertigen Produkten! Insofern ist Wellness nicht nur ein Thema, bei dem sich der Fachhandel als Kompetenzpartner hervortun und Schulungen veranstalten kann, auch mit dem Vertrieb von passenden Artikeln können Sie sich diesem stark nachgefragten Thema widmen.


Foto: pixabay

 
 
Ayurveda – Wissenschaft vom Leben
Ayurveda ist eine traditionelle Heilkunde aus Indien und bedeutet „Wissenschaft vom Leben“. Ziel der ayurvedischen Medizin ist die Stabilisierung der individuellen Konstitution, gemäß dem inneren Milieu (den Doshas). Nach Erfahrungen und Überlieferungen aus Indien ist Ayurveda nach denselben Grundprinzipien für Tere anwendbar wie für Menschen und bietet einen vielfältigen Erfahrungsschatz zur Leistungssteigerung sowie zur Förderung des Wohlbefindens des Pferdes. Dabei beruht der ganzheitliche Behandlungsansatz des Ayurveda darauf, mit Hilfe von Kräutern als Futterbeilage und mittels Ölmassagen die Regenerationsfähigkeit der Körpergewebe zu kräftigen, die Verdauung zu stärken und Stoffwechselzwischenprodukte auszuleiten.
 
Welche ayurvedischen Anwendungen eignen sich für den Bereich Wellness?
„Jeder Pferdebesitzer kann ohne großes Ayurveda-Wissen sein Pferd mit Kräutergaben und Ölmassagen verwöhnen. Auch der Einsatz von Heilkräutern ist möglich: Dazu wird eine Gruppe von Heilpflanzen empfohlen, die im Ayurveda als ‚Rasayana’ bezeichnet werden.“

Was bedeutet Rasayana genau?
„Rasayana lässt sich als ‚Weg zum optimalen Zustand von Geweben’ übersetzen und stellt die Wellnessreihe der ayurvedischen Heilkräuter dar. Sie werden als unbedenklich und nebenwirkungsarm eingestuft. In der traditionellen Veterinärmedizin Indiens werden Rasayanas als Allheilmittel angesehen, die über vielfältige unterstützende Eigenschaften verfügen und zum harmonischen Gleichgewicht von Körper und Psyche beitragen. Zudem wirken sie wie ein Schwungrad auf den Stoffwechsel und stellen damit eine qualitative Versorgung all unserer Gewebe und Organe sicher.“
 
Wie kommt das beim Pferd zum Einsatz?
„Die beim Pferd häufig angewendeten Rasayanas sind Amla-Frucht, Winterkirsche, Wilder Spargel, Guducci, Wassernabelkraut und Bittere Blattblume.“

Massagen sind sehr typisch für Ayurveda. Gilt das auch für den Pferdebereich?
„Eine Ganzkörpermassage mit warmem Öl stärkt nicht nur die Bindung zwischen Pferd und Reiter, sondern hat auch positive Wirkungen auf das Pferd, seinen Bewegungsapparat und seine Organe. Öl bindet belastende Substanzen und macht diese transportfähig, so dass eine Massage mit Öl einen reinigenden Effekt erzielt. Warmes Sesamöl eignet sich zur Anwendung bei Verwöhn-Massagen, welche die Gewebe reinigen und nähren, die Muskulatur entspannen und Glanz in Haut und Fell bringen.“
Dankeschön, Theresa Rosenberg, www.theresa-rosenberg.weebly.com

© Alexander Schlögel; www.laurabeck.de


Drück mich mal
Die Physiotherapie ist ein äußeres Heilmittel und behandelt Bewegungseinschränkungen und Funktionsstörungen des Körpers in akuten Erkrankungsphasen und während der Rehabilitation. Darüber hinaus kommt sie als präventive Maßnahme im Rahmen des Trainings von Sportpferden zum Einsatz. Sie eignet sich als Ergänzung oder gar Ersatz zu operativen oder medikamentösen Interventionen und auch, um Wellnessanwendungen am Pferd zu praktizieren. Ein Pferdephysiotherapeut arbeitet dabei mit ganz verschiedenen Techniken und setzt bei seiner Behandlung am Pferd unter anderem mechanische, physikalische und natürlich chemische Reize ein.
 
Warum eignet sich eine Osteopathiesitzung auch für eine Wellnessanwendung – für den Fall, dass das Pferd keine akuten oder chronischen gesundheitlichen Defizite am Bewegungsapparat aufweist?
„Auch wenn das Pferd keine akuten Probleme zeigt, ist es möglich, dass Verspannungen in der Muskulatur vorhanden sind, die langfristig zu einem Problem werden können. So wie es bei jedem Menschen auch hier und da zwickt, kann das Pferd alleine durch seinen besonderen Körperbau Schwachstellen haben. Mit bestimmten Dehnungen und Gelenkmobilisationen kann man die für Blockaden prädestinierten Stellen, wie beispielsweise die Sattellage oder den Übergang der Halswirbelsäule zur Brustwirbelsäule, lockern.“ Danke, Laura Beck, www.laurabeck.de
 
Neben den Kontakten zu Osteopathen, Chiroprakten, Akupressuren oder „Knochenbrechern“ können Sie zum Thema Physiotherapie beispielsweise zu entsprechenden Vorträgen einladen und Massage-Öle anbieten oder auch Tapes, die inzwischen bei Pferden zunehmend zum Einsatz kommen.

© Christiane Slawig für Röwer & Rüb

Angestrahlt und eingepackt!
Eine der bekanntesten Arten der strahlenden Wärmetherapie ist ohne Frage das Solarium. Und auch das Thermium arbeitet mit strahlender Wärme. Zu den typischen Wärmepackungen jedoch zählen Moore, Schlamme oder auch Heilerden. In Stoff gehüllt kommen als Wärmespeicher und -Transporteure beispielsweise zerdrückte warme Kartoffeln oder gekochte Leinsamen zum Einsatz und auch aus der Humantherapie bekannte Körnerkissen vermitteln Wärme.
 
Wohlige Wärmeanwendungen
Wärme ist ein ganz traditioneller Wohlfühlvermittler und wird auch von Pferden als durchweg angenehm und entspannend empfunden. Die Thermotherapie kann sich auf die Körperoberfläche beschränken oder aber in die Tiefe gehen. Die Wärme kann lokal oder über den gesamten Körper angewendet werden. Die Oberflächentemperatur der Pferdehaut liegt in der Regel bei 33 Grad. Um eine Wirksamkeit durch Wärmeeinfluss zu erhalten, sollte die Temperatur der therapeutischen Maßnahmen mindestens fünf Grad über diesem Status liegen. Die Erfahrung zeigt, dass ein therapeutisches Optimum im Wärmespektrum zwischen 43 und 48 Grad liegt. Nie sollte die Temperatur zur Wärmebehandlung 50 Grad überschreiten. Hier drohen ernstzunehmende Schädigungen. In der Veterinärmedizin kommt vorrangig die trockene Wärmebehandlung in Form von Wärmepackungen oder Wärmestrahlungen zum Einsatz. 

 

Foto: www.equusir.com

Decken mit Extra
Ob Magnetwellen, reflektierende Wärme-Inlaits oder Akupressur-Stempel – gesunde Extras machen aus normalen Pferdedecken Wellness-Wear, die den Pferden auf vielfältige Art Gutes tut. Sie umhüllen das Pferd nicht nur mit dem Wohlgefühl der Tiefenentspannung, sondern leisten auch ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Regeneration. Dabei ist der Markt beherrscht von Systemen, die zumeist in der Humanmedizin bereits bewährt sind und dort ebenfalls erfolgreich zum Einsatz kommen. Wie genau die Hightech-Decken im Einzelnen wirken, legt nicht jeder Hersteller gerne offen. Hochkomplizierte Signalgefüge oder feinst aufeinander abgestimmte Impulskombinationen – so wirbt man – werden ausgestrahlt und tun meist auf mikrozellulärer Ebene nur Gutes. Und das kostet – mindestens mal so viel wie ein kleiner Gebrauchtwagen. Wie dem auch sei. Hier gibt es tatsächlich spannende, nachvollziehbare und therapeutisch nachweislich wirksame Modelle. Und eben auch andere. 
 
Nachgefragt bei Judith Haßelbusch von RollArt
 
Welches ist das Wirkprinzip Ihrer neuen Gesundheitsdecke und wie sehen Sie die Vorteile zu anderen Decken auf dem Markt?
„Alles Menschliche und Tierische auf unserem Planeten ist bipolar, solange es gesund ist. Ist ein Körper krank, hat er nur eine einseitige Polarität und muss wieder in die gesunde Bipolarität gebracht werden. Die Aufgabe erfüllt die Decke. Die Wirbelsäule spiegelt den Zustand des gesamten Körpers wieder. Im gesunden Zustand hat sie eine ganz bestimmte Schwingungsfrequenz, die sich in Zahlen ausdrücken lässt. Auf der Decke sind über 15.000 Schwingungsmuster gespeichert, die bei der Anwendung die gestörten Schwingungen der Wirbelsäule des Pferdes/Menschen wieder ausbalancieren. Bei der Anwendung der Decke läuft eine Rückerinnerung an den gesunden Zustand ab, eine Art Blaupause der gesunden Wirbelsäule. Diese Energie wird immer und immer wieder bei der Benutzung der Decken übertragen. Die Anwendung der Decke führt jedes Mal zu einer Reaktion des Behandelten und zum Ausdruck von Wohlbefinden. Das Besondere im Unterschied zu ähnlichen Decken ist vor allem die einfache Handhabung: Es werden keine tiermedizinischen Kenntnisse benötigt, da man mit der Anwendung der Decke keinerlei Schaden anrichten kann. Zudem benötigt sie keinen Strom und ist leicht zu reinigen. Es gibt die Decke für verschiedene Bereiche: Für die gesamte Wirbelsäule, fürs Genick oder als Bandagierunterlagen, damit verschiedene Bereiche direkt profitieren können. Auch eine Sattelunterlage steht im Angebot. Hier profitiert auch der Reiter von der Decke.“ www.rollart.com

 

Foto: pixabay

Faszinierende Faszien
„Faszien sind zwar aktuell als Novum in aller Munde, eigentlich sind sie aber schon lange unter einem anderen Namen bekannt: Bindegewebe. Gesehen hat sie auch schon jeder: die weiße Haut auf der Hähnchenbrust. Aus Kollagen, Elastin und Flüssigkeit bestehend, umschließen sie Muskeln, Knochen und Organe, verbinden sie untereinander und halten so alle ‚Bauteile’ an ihrem Platz. Doch nicht nur das, Faszien sind wahre Alleskönner: Sie unterstützen die Muskeln als Puffer und Gleitschicht, sodass alles reibungslos bewegt werden kann. Außerdem übernehmen sie in Dehnung auch tragende Funktion (beim grasenden Pferd beispielsweise hilft das Nackenband, den Rumpf zu tragen) oder geben, ähnlich einem Gummiband oder einer Sprungfeder, aufgenommene Bewegungsenergie wieder ab (gesunde Faszien unterstützen ein gebeugtes Hinterbein bei der Streckung). Blutgefäße, Lymphgefäße sowie Nerven verlaufen innerhalb der Faszien und können durch Verklebungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Und zu guter Letzt sind sie dank vieler Rezeptoren und Sensoren eine Art Facebook des Körpers. Ob ‚Standpunkt’, ‚Virenscan’ oder ‚Emoji’, Faszien sind mindestens genauso informationsfreudig wie unsere WhatsApp-Generation. Wir tun also gut daran, unsere beziehungsweise die Faszien unserer Pferde fit zu machen für ihre zahlreichen Aufgaben.“ Vielen Dank, Christian Marquardt, Golden Dust Tierphysiotherapie, E-Mail: gdranch@web.de, https://gd-ranch.jimdofree.com/


Foto: www.rollart.com

Gesundheit ins Rollen bringen
Aus welchem Material sollte solch eine Faszien-Rolle sein und warum?
Christoph Machura: „Bei den RollArt-Faszienrollen handelt es sich um hochwertige Faszienrollen aus Erlenholz, die bei der Lösung von Verklebungen und Verspannungen sowohl beim Pferd als auch beim Reiter unterstützen. Die Herstellung aus unbehandeltem Erlenholz unterstützt dabei die Wirkung einer Rollmassage noch zusätzlich, da diesem Holz eine ausleitende Wirkung zugesagt wird.“
 
Gibt es verschiedene Größen und Formen? Wenn ja, welche?
Gibt es diverse Oberflächenstrukturen, wenn ja, warum?
Christoph Machura: „Es gibt die Rollart-Faszienrollen in vier Größen, jeweils an die spezifischen Anforderungen einer Behandlung der verschiedensten Körperregionen von Pferd, Mensch und Hund angepasst. Bisher einzigartig ist das Design mit zwei seitlichen Griffen, wodurch sich sowohl die Selbst- als auch die Fremdanwendung deutlich einfacher und effektiver gestaltet. So ist es jedem Tierliebhaber möglich, ohne medizinisches Vorwissen sich und seinen Tieren präventiv, akut und rehabilitativ etwas Gutes zu tun. Die Wirkung tritt direkt und unmittelbar ein. Eine Massage mit den RollArt-Faszienrollen wirkt stressabbauend, leistungssteigernd und schmerzlindernd.“

Modell-Vielfalt
 
Größe S gerillt:
Diese Faszienrolle ist hauptsächlich für die Massage von kleinen bis mittelgroßen Hunden gedacht, dabei wird sie am ganzen Körper eingesetzt. Außerdem kann sie sehr gut für Menschen mit Kopf- und Nackenschmerzen oder Migräne genutzt werden, sowohl in Fremd- als auch in Selbstanwendung. Im Pferdebereich wird sie für das Lösen von Verklebungen in schwer zugänglichen, spezifischen Bereichen angewandt. Beispielsweise am Widerrist, zwischen den Vorderbeinen oder im Genick.
 
Größe S glatt:
Die glatte Faszienrolle ist gemacht für alle Bereiche mit wenig Struktur, also Bereiche, in denen sich wenig Gewebe zwischen Haut und Knochen befindet. Sie wird sowohl beim Menschen als auch beim Pferd und Hund genutzt. Beim Pferd sind die Anwendungsgebiete zum Beispiel Kopf und Beine. Am Kopf: Stirn, Nasenrücken, Genick sowie Backen, Kiefergelenk und Augenbögen. An den Beinen: Röhrbeine, Sehnen, Innenseiten. Sogar Gelenkbereiche dürfen vorsichtig und ohne Druck berollt werden.
 
Größe M:
Diese Faszienrolle kommt sowohl beim Menschen als auch bei Pferden und großen Hunden zum Einsatz. Für den Menschen ist sie geeignet, um alle strukturreichen Körperregionen zu bearbeiten. Durch die Anwendung kann sie zum Lösen von verklebten Strukturen beitragen. Beim Pferd eignet sie sich besonders gut, um Bereiche wie Schulterblatt und Hüfthöcker zu rollen. Durch die schmaleren Rillen kann mit dieser Rolle millimetergenau gearbeitet werden. Grundsätzlich ist es möglich, mit der Rolle Größe M alle Bereiche am Pferd, mit Ausnahme des Kopfes und der Beine, mit der entsprechenden Vorsicht zu bearbeiten. Bei großen Hunden ist es oft sinnvoll, diese Größe statt der Größe S gerillt für die Massage des Körpers zu nutzen.
 
Größe L:
Die Faszienrolle in dieser Größe wird hauptsächlich für großflächige Bereiche am Pferd genutzt, wie zum Beispiel Kruppe, Rumpf, Hals und Nackenband. Durch die breiteren Rillen wirkt die Massage mit dieser Rolle an der Oberfläche sanfter, aber in der Tiefe des Gewebes intensiver. Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Wirksamkeit einer Rollmassage beim Pferd an der Unterseite des Bauches. 

 

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Wellness für Haut und Haar
Sie ist nicht nur das größte Organ des Pferdes. Die Haut ist auch das Organ, das in vorderster Front mit der Umwelt in Kontakt kommt. Sie fungiert als Barriere zwischen dem Körperinneren und der Außenwelt, ist Schutzschild, Temperaturregulator, Wundenheiler, Feuchtigkeitsspender und ist last but not least auch an der Atmung beteiligt. Bei Schädigungen der Haut werden ihre Funktionen in Mitleidenschaft gezogen. Krankheiten dringen in den Körper. Neben der alltäglichen Fellpflege können kleine Wellnessanwendungen die Haut schützen und ihre Funktionsfähigkeit garantieren.
 
Nadeln und Noppen
Wer im Rahmen eines Wellnesstages besonders viel Zeit mit dem Bürsten seines Pferdes verbringen will, sollte diese ausgiebige Putzsession in erster Linie mit Massagebürsten und -striegeln verbringen: Hier gibt es Igelbälle, es gibt Bürsten mit feineren Nadeln und dickeren Noppen, Striegel, die ein um Magnetrollen herum massierendes Oberflächenprofil aufweisen, oder auch Massagehandschuhe aus Gummi mit konturstarker Erhebung. Erläutern Sie Ihren Kunden ruhig, wie ein Pferd aussieht, das sich bei der Massage wohl fühlt, denn: Nicht jedes Pferd mag jede Massagebürste; nicht jedes Pferd mag an allen Körperstellen gleichermaßen massiert werden. Ist die Massage angenehm, wird das Pferd entspannt und ruhig stehen, Kopf und Hals senken, Ohren und Unterlippe hängen lassen und von Zeit zu Zeit kauen...

Wohlbefinden unterm Sattel
Wellness kann durchaus unterm Sattel stattfinden: Dann nämlich, wenn der Sattel Pferd und Reiter passt und ein ungestörtes, gesundheitsförderndes Reitvergnügen ermöglicht. „Der korrekt angepasste Sattel lässt keine Muskeln atrophieren, sondern fördert den Aufbau. Voraussetzung ist, dass der Reiter in der Lage ist, das Pferd zu formen“, beschreibt Annette Jung von Top Saddlemakers: „Sättel von Top Saddlemaker zeichnen sich durch eine anatomisch korrekte Passform aus, die dem Pferd die freie Bewegung unter dem Reiter ermöglicht. Um dies sicherzustellen, greifen wir auf dreidimensionale Daten des Equiscan-Messsystems zurück. Auch andere Messsysteme können umgesetzt werden, wobei Pferderückenvermessung immer die Grundlage für einen auf Maß angepassten Sattel ist.“ Um das zu gewährleisten, muss ein geschulter Fachmann mit entsprechender Ausbildung ans Werk. „Ein Sattler mit umfangreichen biomechanischen und anatomischen Kenntnissen wird seine Sattelanpassung pferdegerecht umsetzen. Das bedeutet, dass er den Einsatzbereich sowie den Ausbildungsstand von Pferd und Reiter sowie dessen Wunschvorstellung aufnimmt“, so Annette Jung. www.cowboy-saddle-store.de

Kompression – Gesundheit unter Druck
Quatsch oder sinnvolle Textil-Technik? Wer ein Pferd in pinkem „Neoprenanzug“ sieht, schüttelt zunächst häufig den Kopf über dies bislang noch recht ungewöhnliche Outfit. Doch: Der Trend zum körperbetonten Allover-Suit ist keine modische Marotte und auch kein Fall für die versteckte Kamera. Es ist vielmehr ein Trend, der im Human-Sport schon lange Fuß gefasst hat und nun auch den Pferdesport erreicht. Kompression ist das Prinzip, das hinter diesem hypermodernen Equipment steckt – und das seinerzeit auch schon bei Omas alten Stützstrümpfen wirksam Gutes tat. Es verspricht viele Vorteile!
 
Vielfache Optimierung
Der Druck auf den Körper bewirkt eine verbesserte Blutzirkulation. Das führt zu einer optimierten Versorgung des Organismus mit Sauerstoff, der Körper wärmt schneller auf. Darüber hinaus drückt die Kompression das Blut in den Venen zum Herzen hin. Das wiederum beschleunigt den venösen Rückfluss, wodurch Stoffwechselprodukte schneller vom Muskel abtransportiert werden. Eindeutige Verbesserungen lassen sich auch bei der Erholung feststellen. Das liegt an der bereits erwähnten optimierten Durchblutung. Denn so wird Laktat schneller abgebaut sowie abtransportiert und Muskelschäden werden rascher repariert. Wer nicht gleich einige Hundert Euro für einen kompletten Anzug ausgeben mag, kann seinem Pferd zunächst einmal Kompressionsstrümpfe oder -bandagen überstreifen. Diese Stützstrümpfe gibt es einzeln für rund 70 Euro. Übrigens: Auch Reiter können von dem positiven Effekt des verstärkten Drucks profitieren. Kompressionsstrümpfe werden gerade von Reiterinnen gerne getragen – auch um in die engen Dressurstiefel zu passen... Beim Ausgleichssport sind sie darüber hinaus sehr gefragt.
 

Veröffentlichung in der Print-Ausgabe HIPPO 4/2018


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